Die Gespenster – Rikscha: Großartiges Hörspiel (2008)

Das Hörspiel Die Gespenster-Rikscha
Das Hörspiel Die Gespenster-Rikscha

In Die Gespenster – Rikscha beginnt Theobald eine Affäre mit Agnes. Als er sie beendet, kommt es zu einer Katastrophe mit ungeahnten Folgen.

Dieses ⇒Hörspiel ist 2008 nach einer ⇒Geschichte von Rudyard Kipling erschienen.

Hier kommt das komplette Hörspiel:

Handlung von Die Gespenster – Rikscha

Die Themsemündung bei Gravesend im Jahr 1882. Im Gewühl dieses Hafens sucht der junge Londoner Theobald Jack Pansay das Schiff „Pacific Pearl“, das ihn nach Indien bringen soll. Eine freundliche junge Dame weist ihm den Weg und lädt ihn ein, sie zu begleiten. Doch Agnes Keith-Wessington macht ihm von Anfang an klar, dass sie mit einem Offizier der britischen Armee verheiratet ist. Jack jedoch sucht ein Abenteuer, mit dem er sich die Wochen der Überfahrt vertreiben kann. Sie beginnen eine leidenschaftliche Affäre miteinander.

Ein Tempel
Ein Tempel in der Dämmerung

Ein Versprechen in Indien

In Bombay heißt es dann, Abschied zu nehmen. Er ist verlegen, als er merkt, dass sie sich total in ihn verliebt hat, er sie aber loswerden will. Er schließt einen Kompromiss mit sich. Sie soll ihn in drei bis vier Monaten in Simla treffen, wo die Bürokraten der Hitze des indischen Sommers in der Kühle des mittleren Himalayas entgehen. Agnes willigt sofort ein, denn sie will ihn um keinen Preis verlieren. Die Monate vergehen, und er stellt fest, dass er Agnes‘ Zuwendung vermisst.

Das ändert sich jedoch, als er sie in Simla wiedersieht. Sie sind sehr vorsichtig, als sie sich in einer Mietrikscha zu den Sehenswürdigkeiten und Ausflugspunkten der reizvollen Umgebung fahren lassen. Die zwei Jampanis, die die Rikscha ziehen, seien diskret, sagt Agnes. Eines Tages fährt sie mit Jack zum Tempel der Schutzgättin Simlas. Shyamala sei eine Verkörperung der Todesgöttin Kali, die sowohl Zerstörung als auch Geburt und Erneuerung verkörpere. Agnes bekennt, sie fühle sich sehr mit Kali verbunden, deren Legende sie Jack erzählt. Dann verlangt sie von ihm, sie genau hier, vor dem Tempel und den Augen der Jampanis, zu lieben, und Jack gibt ihrem Begehren nach.

Ein Reiter
Ein Reiter auf einem schwarzen Pferd

Eine Trennung für immer?

Doch er muss im Laufe der Zeit feststellen, dass sein eigenes Begehren erlischt. Wenig später macht er Schluss mit Agnes und leugnet, dass er sie jemals geliebt habe. Ihre Liebe erdrücke ihn und sei ein Fehler gewesen. Sie bittet um Vergebung und ist sogar bereit, weitere Opfer zu bringen, nur um ihn zu halten. Doch es ist zu spät. Alle ihre Briefe lässt er unbeantwortet, und es sind eine Menge.

Als er Agnes unbeabsichtigt bei einer Abendgesellschaft wiedersieht, bietet sie ihm an, alles zu opfern, um ihn zurückzugewinnen. Er wehrt sie ab, und sie weint. Bei einem weiteren Wiedersehen in Simla geht er von ihr mit den Worten „Fahr zur ⇒Hölle!“ In seinem Zorn gerät er einer anderen Reiterin in die Quere, deren Pferd scheut: Es ist Kitty Mannering, energiegeladen, jung und reich. Er verliebt sich auf der Stelle in sie. Eine Rikscha holpert vorbei, und sie glaubt, Agnes Keith-Wessington zu sehen, doch Jack ignoriert die Rikscha – ein Fehler.

Denn wieder und wieder begegnet ihm nun Agnes‘ Rikscha. Er soll zu ihr einsteigen. Sie warnt ihn davor, Kitty zu heiraten, und das erzürnt ihn wieder. Agnes magert ab und wird bleich. Als er die Nachricht von ihrem Tod erhält, ist er erleichtert und verbrennt all ihre ungeöffneten Briefe. Er versucht sie zu vergessen.

Ein Geist
Agnes erscheint als Geist

Die Erscheinung

Im April 1885 reitet er mit Kitty zum Juwelier und kauft ihr einen schönen Verlobungsring. Vor dem Laden hört er, wie Agnes‘ Stimme seinen Namen ruft. Er und Kitty sitzen auf, doch Agnes‘ Rikscha fährt mitten durch Kittys Araberpferd hindurch! Aber Kitty hat nichts gesehen und findet die Erschütterung und Verwirrung, die Jack an den Tag legt, höchst verwunderlich. Indigniert reitet sie von dannen. Er hingegen braucht erst einmal eine Stärkung.

Die Erscheinungen wiederholen sich, und er versucht herauszufinden, ob er verrückt geworden ist. Dass Agnes tot ist, weiß er ja, aber der Rikscha-Verleiher sagt ihm, dass auch die Jampanis gestorben seien, an der Cholera, und er die Rikscha der Memsahib Keith-Wessington eigenhändig zu Kleinholz zerhackt habe. Das solle Unglück abwehren. Jack grübelt, wie er die immer wieder erscheinende Gespenster-Rikscha loswerden könne. Er hat den Verdacht, dass sie, wie Kali, Fluch und Segen zugleich sei. Und dass er eines Tages doch noch einsteigen wird…

Weitere Informationen

Dieses Hörspiel ist ab 14 Jahren empfohlen.

Eine heiße Affäre, Eifersucht, eine ehrliche neue Liebe, doch das Gruselkabinett wäre aber nicht das Gruselkabinett, würde die Geschichte nicht eine dramatische böse Wendung nehmen. Die Sprecher sind erneut gekonnt ausgewählt und geben 120% ihrer Leistung. Jede Betonung sitzt und im Zusammenspiel mit zahlreichen Geräuschen und gut ausgewählten Musikstücken wird auch dieser Roman zu einem Kino für die Ohren.

Die Rollen und ihre Sprecher

Rolle Sprecher/in
T. Jack Pansay / Erzähler Matti Klemm
Agnes Keith-Wessington Arianne Borbach
Kitty Mannering Uschi Hugo
Dr. Heatherlegh Bodo Wolf
Juwelier Hamilton Wilfried Herbst
Rikscha-Verleiher Tommy Morgenstern
Wirt Jochen Schröder
Damen der Gesellschaft Gisela Fritsch & Eva-Maria Werth
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