Carmilla, der Vampir: Spannendes Horror – Hörspiel (2004)

Das Hörspiel "Carmilla, der Vampir"
Das Hörspiel "Carmilla, der Vampir"

Vor dem Schloss eines Generals verunglückt eine Kutsche. Doch die mysteriöse Insassin Carmilla hütet ein dunkles Geheimnis.

Hier kommt das Hörspiel:

Das ⇒Hörspiel ist 2004 erschienen und basiert auf der ⇒Geschichte des irischen Schriftstellers Joseph Sheridan Le Fanu.

Carmilla, der Vampir: Die Handlung

Die junge Laura wächst nach dem Tod ihrer Mutter allein bei ihrem Vater, einem britischen General in österreichischen Diensten. auf. Zusammen mit ihm, ihrer Gouvernante und ihrer Französischlehrerin bewohnt sie ein abgeschieden im ⇒Wald gelegenes ⇒Schloss in der Steiermark. Es liegt nur drei Meilen entfernt von der Ruine der Burg Karnstein. Im Rückblick meint Laura, dass ihre Erzieher nur einen Fehler begingen: Sie lernte keine Furcht kennen.

So kommt es, dass sie im Jahr 1856, als sie etwa sechs Jahre alt ist, in einer stürmischen Nacht erwacht und einen ⇒Geist hört, der erst durch das Mondlicht sichtbar gemacht wird. Der Geist ist eine schöne Frau, die Laura beruhigt, tröstet und ihre Freundin sein will. Da Laura weder Furcht noch Geister kennt, beruhigt sie sich wieder und schläft ein. Sie erwacht kurz darauf von einem scharfen Schmerz in ihrer Brust. Die Geisterfrau tut ganz unschuldig und verschwindet. Als die herbeigerufenen Erzieherinnen und der Vater erscheinen, lässt sich die Erscheinung nicht als Traum abtun: Laura blutet aus zwei Einstichen.

Im Mondlicht
Eine Landschaft im Mondlicht

Es vergehen zwölf Jahre, bis der Geist sich im Jahr 1868 wieder bemerkbar macht. Es ist ein schöner Sommer, in dem Laura volljährig wird und den sie eigentlich mit der jungen Bertha Spielfeld verbringen wollte, doch diese sei überraschend gestorben, wie ihr bedrückter Vater, General Spielfeld, in einem Brief mitteilt. Laura erfährt davon gerade auf einem Spaziergang mit ihrem Vater, als eine Kutsche mit vollem Karacho auf der ⇒Straße daherkommt – und prompt aus der Kurve fliegt!

Dem umgestürzten Gefährt entsteigen eine ältere Dame und eine junge, allerdings bewusstlose Frau, die sehr schön ist. Weil die Dame, offenbar ihre Mutter, es sehr eilig hat, wie sie sagt, fragt sie, ob sie nicht ihre Tochter einstweilen zur Erholung hier lassen könnte. Der General und Schlossherr bestätigt ausdrücklich auf zweimaliges Nachfragen, dass er die junge Dame dazu einlädt, in seinem Schloss zu übernachten, bis sie genesen sei. Die Dame reist schnell weiter, denn der Kutsche ist bei dem Sturz offenbar nichts passiert. Aber wieso lacht der Kutscher so hämisch zum Abschied?

Ein unheimliches Schloss

Carmilla

Erst im Schloss erkennt Laura, wen sie da eingeladen haben. Sie erkennt den Geist aus ihren Kindheitstagen wieder. Und die Fremde erkennt Laura wieder, sie will ihre Freundin sein und nennt sich selbst Carmilla. Aber Carmilla ist eigensinnig: Sie duldet weder eine Wache noch will sie, dass jemand von ihrem Geheimnis erfährt. Es soll sich ja niemand unnötig beunruhigen.

Laura bemerkt seltsame Eigenheiten an ihrer neuen Freundin. Carmilla wandelt stets im ⇒Schatten, schläft immer bis zum späten Nachmittag, isst kaum je etwas und weigert sich, über ihre Vergangenheit oder Familie zu sprechen. Eines Tages bringt ein Bildrestaurateur alte Ölgemälde zurück. Sie wurden vom Ruß und Schmutz der Jahrhunderte gereinigt und erstrahlen nun in frischem Glanz. Darunter ist auch das Porträt einer gewissen adligen Gräfin Mircalla von Karnstein. Es ist auf das Jahr 1698 datiert, doch die Dame sieht exakt genauso aus wie Carmilla! Lauras Mutter stammte aus der Linie der Karnsteins, deren Stammsitz, nur drei Meilen entfernt gelegen, nun verlassen ist und verfällt. Laura scheint die letzte Nachfahrin der Karnsteins zu sein.

Ein Haus im Nebel

Ein Gespenst

Noch in der gleichen Nacht berichtet Mademoiselle de Lafontaine, sie habe das Gespenst einer Frau, die ganz in Weiß gekleidet war, im Schloss gesehen. Und der Dorfschmied habe ihr berichtet, auch dort habe man den Geist bemerkt. Tags darauf berichtet Lauras Vater, im Dorf gehe eine seltsame Krankheit um, der schon drei junge Frau zum Opfer gefallen seien. Er mache sich Sorgen und bittet alle, das Schloss möglichst nicht zu verlassen. Wenn er es nicht besser wüsste, würde er fast seinem Arzt glauben, der behauptet, die sogenannte Krankheit rühre von einem Vampir her.

Es ist in der folgenden Nacht, als in Lauras Schlafzimmer ein Geist auftaucht, ein große schwarze ⇒Katze, die sich auf die Brust der Schlafenden setzt, um die Zähne in ihren Hals zu schlagen.

(Quelle: Buchwurm)

Weitere Informationen

Die Inszenierung des Hörspiels ist hervorragend gelungen! Die Geräuschkulisse passt exakt in das Geschehen und bildet gemeinsam mit den Sprechern und der Hintergrundmusik eine schaurig schöne Atmosphäre, der es gelingt, den damaligen Zeitgeist einzufangen.

Für das Hörspiel Carmilla, der Vampir wurde eine Freigabe ab 16 Jahren erteilt.

Die Rollen und ihre Sprecher

Rolle Sprecher/in
Laura Gabrielle Pietermann
Carmilla Katja Liebing
Marion Anderson Sandra Schwittau
David Anderson Bruno Winzen
Dr. Meadows Werner Wilkening

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