Das älteste Ding der Welt: Spannendes Gruselkabinett (135)

Das älteste Ding der Welt; spannendes Hörspiel
Das älteste Ding der Welt; spannendes Hörspiel

In Das älteste Ding der Welt entkommt Harald seinem Hauslehrer und flüchtet in ein Wäldchen. Dort macht er zutiefst unheimliche Entdeckungen…

Und hier kommt das komplette Hörspiel, viel Spaß:

Dieses ⇒Hörspiel ist 2018 nach einer ⇒Geschichte von Willy Seidel in der ⇒Gruselkabinett – Reihe erschienen.

Das älteste Ding der Welt: Die Handlung

Der 18-jährige Harald von Calmus, Sohn eines pensionierten Offiziers und seiner Frau, ist seinem Hauslehrer ausgebüxt und erforscht nun frohgemut das nahe Pfaffenwäldchen. Unter ihm liegt das traute Limburg im Tal der Lahn, doch Harald zieht es hinauf zum Hügel mit dem Hünengrab. Auf dem ⇒Weg fallen drei Tropfen ⇒Blut auf seine Haut, ein böses Omen, doch er macht sich keine Sorgen. Als er an das Hünengrab gelangt, bemerkt er erst den Hexenring aus giftigen Fliegenpilzen. Eine Ringelnatter hat es auf einen Frosch abgesehen, doch er tötet sie. Ein Grollen ertönt aus der Erde und ein metallischer Klang. Harald legt sich müde hin und döst ein.

Durchs All

Als er mitten in der ⇒Nacht zu Hause anlangt, macht sich die Magd Mechtild schon Sorgen um ihn. Als er auch noch das Hügelgrab erwähnt, keucht sie bestürzt auf. Doch Harald achtet nicht darauf, sondern wankt todmüde ins Bett. Ein ⇒Traum entführt ihn in die Tiefen des Hall, bis er an einen roten Planeten gelangt, der von großen Ringen umgeben ist. Ein Angstgefühl weckt ihn. Seinen Eltern tischt er fadenscheinige Erklärungen auf und entschuldigt sich. Seine Schwindelanfälle werden häufiger, so dass ihn schließlich der Hausarzt krankschreibt: Er solle sich gründlich ausruhen. Seine Studien für die Abschlussprüfung setzt er dennoch eifrig fort, bis er besteht.

Ein Bild von einem Grab
Ein Grab mit Grabstein

Der Chinese

Erneut zieht es ihn hinaus ins Weite, ins Freie, erneut erklimmt er den Hügel. Doch ein Mann in Strohhut und Anzug folgt ihm auffallend unauffällig. Als Harald mal verschnaufen muss, bietet ihm der Mann, der wie ein Chinese aussieht, seine Hilfe an. Sein Blick ist bezwingend und hypnotisch, findet Harald. Doktor Chin stellt sich als Geologe vor, der in Marburg arbeite und hier im nahen Limburg Urlaub mache.

Harald spürt, dass er dem Doktor vertrauen könne und bittet ihm um Rat. Diese Schwindelanfälle, seit er am Hünengrab war – woher rühren die? Dr. Chin will alles genau wissen, jedes noch so geringe Detail, und so erzählt ihm Harald sogar von den drei Blutstropfen, die damals auf ihn fielen, von der ⇒Schlange, dem Hexenring und dem Metallbrocken am ⇒Grab. Der Chinese lauscht aufmerksam, doch dann besteht er darauf, sich ein paar Tropfen Blut von Harald zu besorgen, aus der Herzgegend. Der Schnitt geht so schnell, dass Harald keine Gegenwehr aufbringen kann. Was für ein merkwürdiger Kerl!

Ein älterer Chinese
Ein Chinese in traditioneller Kleidung

Doch die Wunde schließt sich unter einer Salbe, die Sorge schwindet. Anschließend besprenkelt der Chinese die Spitze des Hügels mit dem abgezapften Blut. Nachdem er ihm versprochen hat, über alles zu schweigen, kehrt er nach Hause zurück, sehr zur Freude der Eltern. Doch in der Zeitung steht Wochen später, ein ostasiatischer Gelehrter wolle auf dem Hügel ein Labor bauen, das Wäldchen entwässern und in einem Labor Experimente anstellen. Die Leute beginnen, neugierig zu werden. So auch Harald.

Das Labor

Der Winter kommt und geht, erst im März erfolgt der Ruf des Chinesen, und Harald macht sich willenlos auf den Weg. Einmal im Innern des schwerbewachten ⇒Hauses gibt es kein Entkommen: Die Haustür hat innen keine Klinke. Aber es gebe viel zu tun, versichert ihm sein Meister. Denn Harald habe einen Jahrtausende alten, riesigen Meteoriten gefunden. Diesen müssten sie zusammen ausgraben und mit Mitteln des Labors untersuchen. Am schwersten fällt es Harald, dass er während dieser Arbeiten keinen Kontakt mit seiner ⇒Familie aufnehmen darf. Der Chinese verabreicht ihm eine Droge, die es dem Jungen erlaubt, ohne Unterlass zu graben und zu schuften, bis sein Meister ihn aufhält.

Ein historisches Labor
Utensilien in einem Labor

Das Erwachen

Der im überdachten Innenhof des Hauses zum Vorschein kommende Meteorit aus Nickeleisen hat die Form eines riesigen Kopfes. Doch der Schlund ist voller Hauer und weist ein satanisches Grinsen auf – offenbar ein Götzenbild aus einer fernen ⇒Welt. Dr. Chi nennt es das „älteste Ding der Welt“. Schließlich ist die Nacht der Nächte gekommen: Dr. Chi besprenkelt das Dach des Götzenschädels mit Blut, Haralds Blut. Der Gott erwacht, und die Verzerrung der ⇒Zeit beginnt…

(Quelle: Buchwurm)

Weitere Informationen

Dieses Hörspiel ist ab 14 Jahren empfohlen.

Die Anziehungskraft des Hörspiels beruht vor allem auf der rätselhaften Handlung, die eine Art Sog erzeugt. Hier erfasst den Hörer die mitempfundene Furcht vor dem zunehmend lauter grollenden und brüllenden Gott Zazel, der Blutopfer fordert. 

Die Rollen und ihre Sprecher

Rolle Sprecher/in
Erzähler Peter Weis
Harald von Calmus Louis Friedemann Thiele
Dr. Sze Matthias Lühn
Reichsfreiherr von Calmus Horst Naumann
Reichsfreifrau von Calmus Dagmar von Kurmin
Weitere Sprecher ohne feste Rollenzuordnung Bodo Primus
Kathryn McMenemy
Rolf Berg
Sascha von Zambelly

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