Die Familie des Vampirs: Geniale Gruselkabinett-Folge 3

Das Hörspiel "Die Familie des Vampirs"
Das Hörspiel "Die Familie des Vampirs"

Serge d’Urfé findet in Serbien Zuflucht bei einer Bauernfamilie. Der Vater, Gortscha, ist aufgebrochen, um einen Vampir zu töten…

Hier kommt das kostenlose Hörspiel, angenehmes Gruseln:

Dieses ⇒Hörspiel ist 2004 nach einer ⇒Geschichte von A. K. Tolstoi  in der ⇒Gruselkabinett – Reihe erschienen.

Die Familie des Vampirs: Die Handlung

Wien 1815. Der Wiener Kongress, der Europa nach den Napoleonischen Kriegen neu ordnete, ist zu Ende und die meisten Teilnehmer reisen wieder nach Hause. Nur ein kleines Häuflein Diplomaten trifft sich im Schloss der Fürstin von Schwarzenberg, um einander mit Geschichten zu unterhalten. Heute Abend ist die Reihe am Marquis Serge d’Urfé, der aus Paris stammt.

Seine Geschichte beginnt im vorrevolutionären Paris des Jahres 1788, wo er die schöne Isabelle de Gramont kennen und lieben lernt. Doch die Leiden der Liebe sind zwar unzähl-, aber doch vorhersehbar, und so bleibt es nicht aus, dass Serge sich als Spielball der Launen seiner Schönen sieht und beschließt, sich ihr zu entziehen. Er lässt sich von der Regierung für eine diplomatische Mission nach Serbien einteilen und gedenkt, am nächsten Tag abzureisen.

Da tritt zu seiner Überraschung Isabelle ein und macht ihm Vorwürfe, er wolle sie im Stich lassen. Sie hat von seiner Mission gehört und weiß, dass auf dem Balkan Gefahren auf ihn warten, von denen ihr Galan nichts ahnt. Serge ist überrascht, als sie ihm ihre Liebe eingesteht und ihn bittet, als Zeichen ihrer Zuneigung ein silbernes Kruzifix anzunehmen. Es soll ihn auf seinen gefahrvollen ⇒Wegen beschützen. Er akzeptiert gerne, nicht ahnend, dass es ihm schon bald zweimal das Leben retten wird.

Ein silbernes Kruzifix
Ein Kruzifix an einer Kette

Es ist bereits Winter, als er nach Warschau, Böhmen und Ungarn endlich Serbien erreicht. Am Abend bedrängen ihn zunehmend heulende, hungrige ⇒Wölfe, doch zum Glück findet er noch ein kleines Dorf neben einem Kloster, von dessen Bewohnern er Obdach und Schutz erbittet. Eine Alte weist ihn ab, gibt ihm aber den Tipp, er könne mal die Familie des alten Gortscha fragen.

Als ihm dort die Tür geöffnet wird, glaubt er seinen Augen nicht zu trauen: Die junge Frau ist das Ebenbild Isabelles und ebenso schön und freundlich. Sie nennt sich Zdenka und bittet ihre Brüder Grigori und Pjotr, dem Fremden Obdach zu gewähren. Obwohl die Brüder aus irgendeinem Grund misstrauisch sind, lenken sie ein. Grigori ist mit Polina verheiratet und hat mit ihr einen kleinen Sohn namens Sascha.

Aber wo ist ihr Vater? Zdenka erzählt Serge, ihr Vater sei auf der Verfolgung des Räubers Alibeg, der nicht nur ein Räuber, sondern auch noch etwas anderes sei. Seine Familie solle genau zehn Tage auf ihn warten, aber keinesfalls länger, und sollte er doch danach zurückkehren, so solle sie ihn nicht mehr als einen der Ihren betrachten. Serge ist verblüfft. Was hat es damit auf sich? Zdenka erklärt, dass Gortscha in diesem Fall dann wahrscheinlich ein Wurdelak sei, ein untoter ⇒Wiedergänger.

Ein kleines Dorf
Eine dörfliche Umgebung

Ach so, ein Vampir, kapiert Serge und ist höchst amüsiert. Doch Zdenka bleibt todernst. Ein Wurdelak unterscheide sich von den Vampiren insofern, als er nur das ⇒Blut seiner Liebsten trinken wolle. Durch den Biss würden sie selbst zu Wurdelaks und ebenfalls ihre Angehörigen beißen wollen. Nur ein Pfahl aus Hagedornholz, durch das Herz getrieben, könne einen Wurdelak töten und die Epidemie stoppen.

Genau zu dem Zeitpunkt, als die Frist endet, schlägt die Kirchenglocke des Klosters zum zwölften Mal: Mitternacht. Da pocht es an der Tür des kleinen ⇒Hauses. Grigori bewaffnet sich, Zdenka betet, Pjotr öffnet schließlich die Tür: Es ist der alte Gortscha. Mensch oder Wurdelak?

Niemand bittet ihn herein, und er wird wütend, befielt, den Hund zu töten, der ihn nicht mehr erkennt. Zudem sei er verwundet und bedürfe der Pflege. Schließlich geben die Söhne nach und gehorchen, der kleine Sascha bittet Gortscha herein.

Eine Gestalt im Nebel
Ist der Familienvater zu einem Vampir geworden?

Er berichtet, er habe Alibeg getötet, und die Erleichterung ist offensichtlich, doch eine gewisse Beklemmung bleibt. Als der Alte den Kopf des Räubers präsentiert, löst er Entsetzen aus. Dann bringt ihn Zdenka auf sein Zimmer. Doch die anderen beschließen, Wache zu halten. Grigori ist besonders misstrauisch und berichtet, er habe für alle Fälle einen Hagedornpfahl bereitgelegt.

Später hört Serge jedoch die beiden Frauen vor seiner Zimmertür sprechen: Polina hat den Pfahl versteckt, weil sie glaubt, Gortscha sei ein Mensch und man dürfe seine Angehörigen nicht mit Pfählen traktieren. Das soll sich als verhängnisvoll erweisen.

In der Nacht glaubt Serge im Traum Gortscha an sein Bett treten zu sehen, doch Serge greift instinktiv zu seinem Kruzifix und vertreibt den ungebetenen Gast, der vor geweihten Gegenständen zurückzuckt. Das Wesen begibt sich ins nächste ⇒Zimmer. Dort liegt der kleine Sascha…

(Quelle: Buchwurm)

Weitere Informationen

Dieses Hörspiel ist ab 16 Jahren empfohlen.

„Die Familie des Vampirs“ ist eine dramatische Bearbeitung eines alten Textes aus dem 19. Jahrhundert. Die Vampirstory an sich ist vollständig zufrieden stellend, indem sie sowohl spannende als auch sinnliche und dramatische Szenen zur Genüge liefert. Doch die symbolische Bedeutungsebene wird erst nach Serges Rückkehr nach Paris deutlich, wo die Revolutionäre gleichsam wie Wurdelaks wüten und sich Gewalt und Furcht wie eine Epidemie ausbreiten.

Die Rollen und ihre Sprecher

Sprecher/in Rolle
David Nathan Marquis Serge d’Urfé
Arianne Borbach Sdenka
Peer Augustinski Grigori
Daniela Hoffmann Polina
Jürg Löw Gorcha
Friedrich Schoenfelder Erzähler
Regina Lemnitz Dorfbewohnerin
Manja Doering Isabella
Dagmar von Kurmin Mutter Oberin / Fürstin
Heinz Ostermann Gast
Lucas Mertens Sascha
Jens Hajek Wache
Lothar Didjurgis Vampir
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