Die Zeitmaschine: Fesselnde Gruselkabinett – Folge 123

Das Hörspiel "Die Zeitmaschine"
Das Hörspiel "Die Zeitmaschine"

Ein Wissenschaftler präsentiert 1894 eine funktionierende Zeitmaschine. Eine Woche später kehrt er blutend von einer unglaublichen Reise zurück.

Hier kommt das kostenlose, komplette Hörspiel, viel Spaß:

Dieses ⇒Hörspiel ist 2017 nach der berühmten ⇒Geschichte von ⇒H. G. Wells in der ⇒Gruselkabinett – Reihe erschienen

Die Zeitmaschine: Die Handlung

Zwei Herrengesellschaften

Es beginnt weder auf dem Mond noch in ferner Zukunft, sondern im schönen Themsetal bei Richmond, genauer: In der Bibliothek des Zeitreisenden, der nie einen Namen erhält. Bei ihm zu Besuch ist eine Herrengesellschaft, zu welcher der Ich-Erzähler als Chronist zählt, sowie ein gewisser Philby, offenbar die Stimme der Kritik. Ansonsten gibt es nur Namenlose: Den Arzt, den Psychologen, den Bürgermeister „aus der Provinz“ und einen „jungen Mann“.

Ihnen setzt der Zeitreisende seine Idee auseinander, dass man sich in der Zeit als einer ähnlichen ⇒Dimension wie in den drei Dimensionen des Raumes bewegen könne. Und er stellt ihnen das Modell seines Vehikels vor. Mit dem Umlegen eines Hebels schickt der Psychologe es in die Zukunft. Natürlich nicht in die ⇒Vergangenheit, sonst hätten sie es ja bei früheren Besuchen bemerken müssen.

Nebenan wartet im Labor bereits die fast fertig gestellte richtige Zeitmaschine. Die Besucher sind verblüfft, nicht nur ob dieses Apparats, sondern auch wegen der Ankündigung des Gastgebers, er werde die Zeit erforschen.

Bei einem zweiten Besuch erwartet die ⇒Rückkehr des Zeitreisenden ebenfalls eine illustre Herrengesellschaft: Der Herausgeber einer Tageszeitung, ein Journalist, ein „Schweigsamer“ und unser Chronist. Da taucht der lang Erwartete endlich auf, doch in zerfetzter Kleidung, schmutzig und verletzt, bleich, hinkend und schuhlos. Offenbar ist ihm einiges zugestoßen, doch die beiden Pressemenschen haben nur Spott für ihn übrig – was soll dieser abgeschmackte Zirkusauftritt? Nachdem er sich frisch gemacht hat, fällt der Gastgeber gierig über das Abendessen her. Im „Rauchzimmer“ erzählt er dann seine ⇒Geschichte. Wie erbeten unterbricht ihn keiner der Anwesenden.

Eine Reise durch die Zeit
Eine Reise mit einer Zeitmaschine

Die Reise

Er ist ins Jahr 802.701 gereist, aber im Themsetal geblieben. Auf einer Wiese kam er im Hagelsturm vor einer großen Bronzestatue zum Halten. Es handelte sich um eine Sphinx mit ausgebreiteten Schwingen, die auf einem Piedestal stand. Schöne Zwerge in feinen Gewändern tauchten nach dem Sturm auf, die ihn anlachten und zum Essen einluden, in einen nahegelegenen Palast. Dieser sei aber sehr heruntergekommen gewesen und habe ungepflegt ausgesehen. Da die Zwerge – sie nennen sich „Eloi“ – recht klein und dumm sind, hält er sie nicht für die Erbauer dieses Gebäudes, das von einem schönen, doch verwilderten ⇒Garten umgeben ist. Sie verfügen weder über Aufmerksamkeit noch Neugier, fürchten sich aber enorm vor jeder Art von Dunkelheit.

Auf einem ⇒Hügel entdeckt der Ankömmling eine Menge Ruinen, aber keinerlei Häuser oder Felder. Seine erste Theorie lautet daher: „Kommunismus“! Als er die Schlote entdeckt, über denen die ⇒Luft flimmert, und die tiefen trockenen Schächte, die Luft ansaugen, muss er seine Theorie angesichts dieses Ventilationssystems revidieren. Während seines Sinnens über den evolutionären Niedergang der Menscheit auf das Niveau der Eloi vergisst er seine einzige Reisemöglichkeit. Seine Maschine ist verschwunden, in den Sockel der Sphinx gezerrt worden. Es gibt offenbar noch andere Wesen außer den Eloi.

Die Unterwelt
In den Tunneln der Unterwelt

Die Unterwelt

Nachdem er in einer geretteten Eloifrau namens Weena eine Gefährtin gefunden hat, mit der er sich unterhalten kann (die Sprache ist rasch erlernt), macht er sich trotz ihrer Warnungen auf eine Expedition in einen der Schächte hinab, um einem seltsamen ⇒weißen Wesen zu folgen. Mit Hilfe seiner Streichhölzer dringt er in die Tunnel in der Tiefe vor. In der weitverzweigten Unterwelt stehen riesige Maschinen, die von den weißen affenähnlichen Wesen bedient werden. Es handelt sich nicht um Affen, sondern um eine weitere menschliche Spezies: Morlocks. Und auf einem ihrer Tische erblickt der Zeitreisende entsetzt die Überreste eines Eloi. Die Morlocks sind offenbar Kannibalen.

Mit knapper Not entgeht er den Zugriffsversuchen dieser Fleischfresser, doch er hat nur noch wenige Streichhölzer übrig, um sich gegen die nun nächtlich erfolgenden Morlockangriffe zu wehren. Wieder muss er seine Evolutionstheorie revidieren, um eine Verbindung zwischen dem 19. und dem 80. Jahrtausend herzustellen. Durch mehrere dunkle Neumondnächte unternimmt er eine Wanderung mit Weena, die in den Verfilmungen stets weggelassen wird: In das Museum im „Grünen Porzellanpalast“.

Ein Dinosaurier
Ein Dinosaurier im prähistorischen Wald

Das Museum

In diesem Museum im früheren South Kensington stößt er auf eine Galerie von Urwelttieren, wie sie im ausgehenden 19. Jahrhundert revolutionär war. Um sich und Weena vor herandrängenden Morlocks zu schützen, bricht er einen Hebel von einer Maschine ab und besorgt sich Kampfer sowie Streichhölzer: Er ist auf die Stufe eines Höhlenmenschen mit ⇒Feuer und Keule zurückgefallen. Schuhe hat er ebenfalls keine mehr.

Nach einer Lagerfeuernacht im ⇒Wald kommt es zur Schlacht. Die Morlocks wollen unbedingt Weena und ihn zum Frühstück verspeisen. Während Weena verschwindet, bricht im Wald Feuer aus, das die Morlocks in schwere Bedrängnis bringt: An die Dunkelheit der Tunnel längst angepasst, sind sie vom Feuer geblendet und rennen blindlings in die Flammen.

Doch die Morlocks haben immer noch seine Zeitmaschine in ihrer Gewalt. Er kann nicht mehr bleiben und muss sie zurückbekommen. Doch die Morlocks haben eine Falle für ihn vorbereitet…

(Quelle: Buchwurm)

Weitere Informationen

Dieses Hörspiel ist ab 14 Jahren empfohlen.

Diese wohl bekannteste Geschichte von H. G. Wells bringt einen ganz überraschend anderen Blick auf Zeitreisen und insbesondere auf die menschliche Kultur und Gesellschaft.

Der Verlauf des Hörspiels bietet immer wieder überraschende Wendungen und führt zu einem Ende, das Gesellschaftskritik, Hoffnung und technische Faszination zurück lässt.

Die Rollen und ihre Sprecher

Rolle Sprecher/in
Der Zeitreisende Sascha von Zambelly
Filby Claus Thull-Emden
Gregson Matthias Lühn
Weena Annina Braunmiller-Jest
Mrs. Watchett Marianne Mosa
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