Der Streckenwärter: Grusel – Hörspiel kostenlos (2017)

Alte Eisenbahn im Hörspiel der Streckenwärter

Das Leben in England um 1861 war hart. Aber erklärt das, warum sich ein Streckenwärter von einer grauenhaften Erscheinung heimgesucht fühlt?

Dieses ⇒Hörspiel ist 2017 nach einer ⇒Geschichte von ⇒Charles Dickens erschienen.

Und hier kommt das Hörspiel:

Handlung von Der Streckenwärter

Im Winter 1861 besucht der Ich-Erzähler das nördliche England und überquert dabei eine ⇒Hügelkette, so dass er auf der anderen Seite an den Abhang eines Taleinschnittes für die Eisenbahn gerät. Es dämmert bereits, und als er eine Gestalt mitten auf den Gleisen stehen sieht, ruft er: „Hallo, da unten!“ Es muss sich um den Streckenwärter handeln, der für das Stellen von Signalen und das Überwachen des nahen Tunnels zuständig ist.

Doch statt aufzusehen, schaut der Streckenwärter um sich und starrt in den Tunnel. Er warnt den Besucher vor einem einfahrenden Zug, obwohl nichts zu hören ist. Der Erzähler ruft noch einmal und erbittet die Erlaubnis, zu den Gleisen hinabsteigen zu dürfen, denn die Gleisanlagen sind ja schließlich Privateigentum der Eisenbahngesellschaft.

Ein alter Tunnel
Eine alte Eisenbahnstrecke

Widerwillig erteilt der Streckenwärter seine Erlaubnis, und der Erzähler steigt den Serpentinenweg hinab. Am Boden des Einschnitt ist die Stimmung bereits düster und kalt.

Und einsam. Nur ein einzelnes rotes Licht erhellt den Tunneleingang. Misstrauisch schaut der Streckenwärter den Neuankömmling und behauptet, er habe ihn schon einmal gesehen. Der Erzähler widerspricht, das sei unmöglich. Er sei zum ersten Mal in dieser Gegend. Beruhigt lädt der Streckenwärter den Besucher in sein Häuschen ein, wo sie es sich beim Tee gemütlich machen. Der alte Mann erzählt von seiner monotonen Arbeit, von der er meint, er verdiene nichts Besseres, da er doch seine Jugend und seine akademischen Aspirationen verschwendet habe.

Ein wartender Mann
Ein Streckenwärter

Aber etwas beunruhigt den Mann. Wiederholt schaut er draußen auf das rote Licht am Tunneleingang. Er gibt zu, dass er von einem wiederkehrenden Geist geplagt werde. Der Hallo-Ruf des Besuchers habe ihn zu Tode erschreckt. Am nächsten Tag kommt der Erzähler ausgeruht zurück ins Tal, doch diesmal ruft er nicht. Der Streckenwärter dankt ihm und taut ein wenig auf. Er habe ihn verwechselt mit einem anderen, der ebenfalls winkte, rief, aber dabei die andere Hand vor die Augen hielt: „Um Gottes willen, runter von den Gleisen!“ Vor gut einem Jahr kündigte diese Erscheinung das schlimmste Unglück an, das es je auf diesem Streckenabschnitt gegeben hatte.

Vor einer Woche begann die Erscheinung wieder aufzutauchen, sogar mehrmals täglich. Nun fürchtet der Streckenwärter, dass erneut ein Unglück bevorsteht. Doch das Klingeln und Rufen existiert nur in seinem Kopf, versichert der Erzähler den alten Mann – er selbst höre nichts dergleichen. Der Alte fragt sich, warum ausgerechnet mit der Bürde dieses Vorauswissens belastet werde, könne er selbst doch rein gar nichts gegen ein Unglück unternehmen.

Eine dunkle Bahnstrecke
Taucht die unheimliche Erscheinung wieder auf?

Der dritte Tag. Diesmal sieht der Erzähler wieder eine Gestalt am Tunneleingang stehen, doch sie erweist sich weder als Geist noch als Streckenwärter – es ist ein Polizist. Er steht vor einem Zug, der von ausgestiegenen Fahrgästen umringt ist. Ein Körper liegt auf dem Gleis vor der Lok. Der Polizist erkennt, dass der Neuankömmling den Körper möglicherweise kennt und bittet ihn um die Identifizierung der Leiche. Die schlimmsten Befürchtungen des Erzählers werden bestätigt. Doch wie konnte das Unglück geschehen?

Weitere Informationen

Dieses Hörspiel ist ab 14 Jahren empfohlen.

Die professionelle Inszenierung, die filmreife Musik und bekannte Stimmen von Synchronsprechern und Theaterschauspielern einsetzt, bietet dem Hörer ein akustisches Kinoerlebnis, das man sich mehrmals anhören sollte, um auch die Feinheiten mitzubekommen. Stimmen wie Matthias Lühn, Timmo Niesner und Rolf Berg sind deutschen Filmfreunden von zahlreichen amerikanischen und britischen Darstellern bekannt. Auch jungen Menschen, die sich einfach nur für gruselige Audiokost interessieren, die gut gemacht ist, lässt sich das Hörspiel empfehlen. Es ist leicht verständlich, wirkungsvoll inszeniert, und die Stimmen der Hollywoodstars vermitteln das richtige Kino-Feeling. Für Sammler ist die Reihe inzwischen ein Leckerbissen.

Die Rollen und ihre Sprecher

Rolle  Sprecher
Der Streckenwärter Rolf Berg
Erzähler / Reisender Matthias Lühn
Stationsvorsteher Bodo Primus
Heizer Timmo Niesner
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