Das kalte Herz: Grandiose Gruselkabinett – Folge 159

Das kalte Herz, Gruselkabinett - Folge 159
Das kalte Herz, Gruselkabinett - Folge 159

In Das kalte Herz leidet der junge, arme Köhler Peter Munk unter seinem schweren Dasein. Da begegnet er zwei mystischen Waldgeistern.

Hier kommt das komplette Hörspiel, viel Spaß dabei:

Dieses ⇒Hörspiel ist 2020 nach einer ⇒Geschichte von Wilhelm Hauff in der ⇒Gruselkabinett – Reihe erschienen.

Das kalte Herz: Die Handlung

Peter Munk, genannt der Kohlenmunk-Peter, führt im Schwarzwald die Köhlerei seines verstorbenen Vaters. Er ist mit der schmutzigen, anstrengenden, schlecht bezahlten und wenig respektierten Arbeit unzufrieden. Er träumt davon, viel Geld zu haben und angesehen zu sein. Da erfährt er, dass es im Schwarzwald einen Waldgeist, das Glasmännlein, auch Schatzhauser genannt, geben soll.

Dieser erfüllt jedem, der wie Peter Munk an einem Sonntag zwischen elf und zwei Uhr geboren ist, drei Wünsche, wenn man ihn mit einem bestimmten Vers beschwört. Peter macht sich auf die Suche nach dem Glasmännlein. Dabei begegnet er im ⇒Wald einem anderen Waldgeist, dem gefährlichen, riesigen Holländermichel, der dort in Sturmnächten als böser Zauberer sein Unwesen treibt. Peter kann ihm jedoch entkommen.

Mit eimem Vers ruft Peter das Glasmännlein, das ihm drei Wünsche gewährt. Zuerst wünscht er sich Geld und Tanzkünste für das Wirtshaus, dann eine Glashütte mit dem zugehörigen Pferdegespann. Wütend über die kurzsichtigen Wünsche verweigert das Glasmännlein Peter die Erfüllung des letzten Wunsches. Peter ist dennoch zunächst sehr zufrieden mit seiner Glashütte und seinem neuen Status in der Gesellschaft.

Im Wald bei Nacht
Ein nächtlicher Wald bei Vollmond

Er wird schnell zum angesehenen Mann im Schwarzwald. Doch dass ihm der Verstand für sein Geschäft fehlt, macht sich bald bemerkbar. Zunehmend gerät er in den Sog des Müßiggangs und der Spielerei. Er vernachlässigt seine Glashütte derart, dass er sie zuletzt verpfänden muss. In seiner Not wendet er sich an den Holländermichel, der – im Gegensatz zum Glasmännlein – mit dem ⇒Bösen im Bunde steht.

Michel erweist sich großzügiger als das Glasmännlein, fordert als Preis für seine Hilfe allerdings Peters Herz. Dieses sei ihm mit seinen Gefühlen ohnedies nur hinderlich im Leben, meint er. Dafür soll Peter einen kalten ⇒Stein in die Brust und zunächst 100.000 Taler bekommen, er könne aber jederzeit wiederkommen, wenn er mehr Geld brauche. Am nächsten ⇒Tag beginnt Peter eine zweijährige Weltreise.

Bald muss er feststellen, dass er sich an nichts mehr erfreuen kann, dass er nicht mehr lachen und weinen kann, keine Liebe empfindet und nichts mehr schön ist. Sein neues Herz aus Stein kann an nichts Anteil nehmen. Er kehrt zum Holländermichel zurück, um sein Herz zurückzufordern. Michel verweigert den Wunsch mit dem Hinweis, dass er sein Herz erst nach dem ⇒Tod wiedererhält.

Er zeigt Peter seine Herzensammlung, und dieser erfährt so, dass auch viele andere „große Persönlichkeiten“ des Schwarzwaldes, darunter auch Peters Vorbild Ezechiel, ihre Herzen bei Michel gegen den schnöden Mammon eingetauscht haben. Michel gibt Peter noch mehr Geld und rät ihm, sich eine Beschäftigung zu suchen und zu heiraten, um seine Langeweile zu vertreiben. Peter baut ein riesiges ⇒Haus im Schwarzwald und arbeitet fortan als Händler und Geldverleiher zu Wucherzinsen. Für seinen unerbittlichen Geiz ist er verschrien; er verjagt alle Armen, die vor seinem Haus betteln. Seiner alten Mutter gibt er nur ein Almosen und hält sie sonst von sich fern.

Ein gruseliges Ungeheuer
Ein Ungeheuer mit leuchtenden Augen

Nun geht er auf Brautschau und hält um die Hand der schönen Holzhauerstochter Lisbeth an. Sie heiraten, doch Lisbeth fühlt sich bald unglücklich. Peter ist nur schlecht gelaunt, geizig, und er verbietet Lisbeth trotz des immensen Vermögens, den Armen zu helfen, weshalb er bald für noch geiziger gehalten wird.

Eines Tages, als Lisbeth munteren Sinnes die Abwesenheit Peters genießt, kommt ein alter, kleiner Mann vorbei und bittet Lisbeth um einen Schluck Wasser. Sie bietet ihm Wein und Brot an. In dem Moment, als sich der Mann bedankt und meint, dass solch ein Herz nicht unbelohnt bleibe, kommt Peter zurück. Außer sich vor Wut schlägt er mit dem Holzgriff einer ⇒Peitsche auf Lisbeth ein, die sofort tot ist. Peter bereut zunächst seine Tat, worauf sich der alte Mann als das Glasmännlein zu erkennen gibt und erwidert, dass Peter die schönste Blume des Schwarzwaldes zertreten habe.

Peter gibt dem Glasmann die Schuld, der sich darauf vor Zorn in ein Ungeheuer verwandelt. Nur um Peters toter Frau willen, die ihm half, gibt er Peter acht Tage Zeit, sein Leben zu überdenken. Peter schläft schlecht und hört Stimmen, die ihm sagen, er solle sich „ein wärmeres Herz verschaffen“. Die Leute, die Lisbeth vermissen, belügt er, indem er sagt, seine Frau sei überraschend verreist. Außerdem gibt ihm das Vorgefallene über seinen eigenen Tod zu denken.

Ein steinernes Herz
Ein Herz aus Stein

Schließlich geht er in den Wald und ruft das Glasmännlein, da er ja noch einen letzten Wunsch frei hat. Er will sein Herz zurückhaben, doch der Schatzhauser kann ihm nicht helfen, da der Handel „Geld gegen Herz“ nicht mit ihm gemacht wurde. Er verrät ihm aber einen Trick, wie er den Michel überlisten kann. Peter geht daraufhin zum dritten Mal zum Holländermichel und behauptet, dieser habe ihn betrogen, er habe ihm nämlich gar kein Steinherz eingesetzt. Michel will ihm das Gegenteil beweisen und setzt ihm „zur Probe“ das echte Herz nochmals ein.

Daraufhin nimmt Peter ein Glaskreuz, das er vom Glasmännlein erhalten hat, und streckt es dem Michel entgegen. Dadurch kann Peter den zornigen Michel von sich fernhalten und zum Glasmännlein fliehen. Nunmehr bereut er sein verpfuschtes Leben, woraufhin das Glasmännlein ihn mit seiner Mutter und der wieder zum Leben erweckten Lisbeth zusammenführt. Auf Anraten des Glasmännleins arbeitet er fortan fleißig als Köhler und wird auch ohne viel Geld zu einem anerkannten Mann. Zur Geburt seines Sohnes erhält er vom Glasmännlein vier Rollen voller Taler als Patengeschenk.

(Quelle: Wikipedia)

Weitere Informationen

Dieses Hörspiel ist ab 16 Jahren empfohlen.

Ein wirklich überraschender Beitrag im Gruselkabinett, dennoch weiß die Hörspieladaption von Wilhelm Hauffs Schauermärchen sehr gut zu unterhalten.
Zwar nimmt sich das Hörspiel viel Zeit, um seine Hauptfiguren einzuführen, aber durch das gekonnte Spiel der beteiligten Sprecher kommt keine Langeweile auf.

Die Rollen und ihre Sprecher

Rolle Sprecher/in
Erzähler Peter Weis
Peter Munk Jonas Minthe
Barbara Munk Regina Lemnitz
Schatzhauser (Glasmännlein) Gudo Hoegel
Holländer-Michel Uli Krohm
Alter Horst Naumann
Holzherr Bert Stevens
Holzhauer Max Schautzer
Kind Marlene Bosenius
Mann 1 Matthias Lühn
Mann 2 Detlef Bierstedt
Wirtshausgast 1 Dana Fischer
Wirtshausgast 2 Jennifer Rohde
Wirtshausgast 3 Katharina Siller

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