Der schwarze Stein: Gruseliges Hörspiel (Gruselkabinett 116)

Das gruselige Hörspiel "Der schwarze Stein"
Das gruselige Hörspiel "Der schwarze Stein"

In „Der schwarze Stein“ will ein Forscher das Geheimnis eines seltsamen Monolithen ergründen. Doch damit begibt er sich in große Gefahr.

Und hier kommt das Hörspiel, angenehmes Gruseln:

Dieses ⇒Hörspiel ist 2016 nach einer ⇒Geschichte von Robert E. Howard  in der ⇒Gruselkabinett – Reihe erschienen

Inspiriert vom berühmten Cthulhu-Mythos von ⇒H. P. Lovecraft

Der schwarze Stein: Die Handlung

Im Frühjahr 1925 liest Caleb Thomas erstmals in der Bibliothek von Boston vom Schwarzen Stein. Der Bibliothekar, ein freundlicher und hilfreicher Mann, klärt ihn darüber auf, dass Friedrich von Junsts Buch über die Kulte überaus selten sei und er sich somit glücklich schätzen dürfe, es lesen zu können. Von Junst sei 1839 nach der Veröffentlichung des Buches verrückt geworden und eines grässlichen Todes gestorben, was die Käufer seines Buches dazu veranlasste, das Werk zu verbrennen. Sein ⇒Manuskript wurde vorsichtshalber von Monsieur Ladeau, einem ⇒Freund des Autors, vernichtet – bevor der sich selbst richtete.

Dennoch erschien 1845 eine englische Übersetzung und 1909 eine in New York City. Von Junst soll ein Schwarzmagier gewesen sein, der Zeit seines Lebens an verbotenen Dingen forschte. Der Autor starb in einem verschlossenen Raum, erwürgt, wie es scheint, aber von riesigen Fangarmen…

Einer der von dem Schwarzmagier erforschten Kulte betrifft einen geheimnisvollen schwarzen Monolithen in den ungarischen Karpaten. Von Junst verwarf sowohl die Theorie, es handle sich um ein Kultobjekt, als auch die, wonach es sich lediglich um ein Monument handle, das an die Türkenkriege erinnern solle. Indes gebe es einen winzigen Hinweis auf einer uralten Karte – die der Bibliothekar „rein zufällig“ ebenfalls besitzt: Stregoicavar, das Dorf in der Nähe des Monolithen, bezeichne die „Stadt der Hexen“. Wie faszinierend, denkt Caleb. Auch in einem Buch über ⇒Traum-Mythen werde der Stein erwähnt. Darin heißt es, der Stein verursache Wahnsinn. Der Poet Justin Geoffrey, der über den Stein ein Gedicht verfasste, sei eben diesem Wahnsinn zum Opfer gefallen.

Ein Monolith
Ein großer, schwarzer Monolith

Das wird ja immer besser, denkt Caleb. Er glaubt natürlich kein Wort davon, denn jede ⇒Legende hat einen erklärbaren Kern, der sich der Vernunft erschließt. Also reist er unerschrocken nach Ungarn in die Karpaten, um den Stein zu besichtigen.

Die Stadt der Hexen

Auf dem Weg nach Stregoicavar erfährt Caleb von einem Reisekameraden und dem Kutscher, was sich in den Türkenkriegen hier zugetragen haben soll: schlimme Dinge. Die Türken rotteten die Landbevölkerung aus, die dem teuflischen Stein huldigte, und erstürmten die Festung des Fürsten, der sich umbrachte – nach der Lektüre eines Pergaments, das sich in einer Schatulle befand, die seitdem verschwunden ist.

Auch der Wirt des Gasthauses weiß üble Dinge von Besuchern zu berichten, die den Schwarzen Stein sehen wollten – sie kehrten zurück und brachten sich im Wahn um. Alle bis auf einen. Der Neffe des Wirts sei so tollkühn gewesen, den Stein zu besuchen und leide seit jenem verfluchten Tag unter Alpträumen. Auf jeden Fall solle sich Caleb vor der Mittsommernacht hüten. Dann würden um den Stein die Hexen tanzen…

Ein Gasthaus
Ein altertümliches Gasthaus

Unerschrocken begibt sich Caleb auf einen entspannten Spaziergang durch den ⇒Wald zu der Lichtung, auf der der fragliche Monolith nicht weniger als sieben Meter emporragt. Der Fels ist glatt wie polierter Marmor, schwarz wie die ⇒Nacht – und achteckig im Umriss. Die Oberfläche ist bedeckt mit seltsamen Hieroglyphen, wie man sie nur aus Yukatan kennt. Wie kam das monströse Ding hierher, fragt sich Caleb, und wer hat es beschädigt? An einer Stelle ist die Oberfläche lädiert – vermutlich von den Säbeln der Türken. Wovon auch sonst?

Die Nacht

In den Alpträumen des Neffen steht der Stein immer im Hof einer Burg, die heute offensichtlich nicht mehr existiert. Ein ⇒Feuer lodert, und Trommelschläge lassen ihm fast den Schädel bersten. Etwas auskunftsfreudiger ist da schon der Schulmeister, der seine Zunge nach ein paar Schnäpsen nicht mehr im Zaum halten kann. Aber auch seine Schauermärchen von einem frevlerischen Hexenkult sind nur Hörensagen. Es bleibt Caleb nichts anderes übrig, als sich selbst von den Vorgängen um den Stein ein Bild zu machen.

Ein Wald bei Nacht
Ein Wald bei Vollmond

Glücklicherweise ist bereits Mittsommernacht. Ein Spaziergang durch den düsteren Karpatenwald ist kein Problem. Leider regt sich um den emporragenden Stein keine Menschenseele, und nur der Wind beginnt zu rauschen. Er lullt den Beobachter ein, der sich hinter einem Felsen verbirgt, bis dieser in ⇒Schlaf fällt. Ein dumpfes Trommeln weckt den Schläfer – und der gekreischte Name eines unheiligen Gottes…

(Quelle: Buchwurm)

Weitere Informationen

Dieses Hörspiel ist ab 14 Jahren empfohlen.

Die unheilige Gottheit, die auf der Spitze des Monolithen hockt, ist kein anderer als Cthulhu, der krakenartige Gott der großen Alten, die von den Sternen kamen und nun unterschwellig auf die Gehirne der Menschen einwirken.

Die professionelle Inszenierung, die filmreife Musik und bekannte Stimmen von Synchronsprechern wie Jürgen Thormann bieten dem Hörer ein akustisches Kinoerlebnis, das man sich mehrmals anhören sollte, um auch die Feinheiten mitzubekommen.

Die Rollen und ihre Sprecher

Rolle Sprecher/in
Caleb Thomas (Hauptperson / Forscher) Sascha von Zambelly
Schulmeister Uli Krohm
Wirt Hans Bayer
Friedrich von Junst Jürgen Thormann
Justin Geoffrey Julian Tennstedt
Otto Dostmann Dietmar Wunder
Squire / Bräutigam Patrick Baehr
Weitere Rollen / Stimmen Johannes Bade
Weitere Rollen / Stimmen Marcel Barion
Weitere Rollen / Stimmen Kai Naumann
Mädchen Marlene Bosenius
Nach oben scrollen