Der weiße Wolf von Kostopchin: Tolles Gruselkabinett 107

Das Hörspiel `Der weiße Wolf von Kostopchin´
Das Hörspiel `Der weiße Wolf von Kostopchin´

Menschen kommen gewaltsam zu Tode, und es beginnt die Jagd auf einen weißen Wolf. Es wird jedoch eine Jagd mit ungewöhnlichem Ausgang.

Und hier kommt das komplette Hörspiel, viel Spaß:

Dieses ⇒Hörspiel ist 2015 nach einer ⇒Geschichte von Gilbert Campbell in der ⇒Gruselkabinett – Reihe erschienen.

Der weiße Wolf von Kostopchin: Die Handlung

Es war der Zar höchstselbst, der russische Siedler in die polnischen Karpaten schickte, um dort seine Flagge hochzuhalten. Doch die Gegend, sie ist sehr menschenfeindlich. Wenn die Winter lang, schneereich und eisig sind, kommen die Wölfe aus den tiefen, ungerodeten Wäldern und holen sich ihre Beute unter den Menschenwesen. So auch jetzt, Im Winter des Jahres 1845.

Der Moskauer Adlige Pawel Sergejewitsch wurde vom Zaren nach dem unwillkommenen Ausgang eines Duells in dieses Sibirien des Westens verbannt und kaufte einen Gutshof. Dessen Haushofmeister Michail Wassiljewitsch erzählt die Geschichte, wie es durch die Wölfe beinahe zu einer Katastrophe kam.

Ein Gutshaus
Ein altes Gutshaus bei Gewitter in der Nacht

Pawel hat von seiner mittlerweile verstorbenen Frau zwei Kinder, die von ihm innig geliebte, kleine Olga und den älteren, aber abgelehnten Alexei. Pawel kann Olga nichts abschlagen, und als er auf die Jagd zieht, bittet sie um einen Eichhörnchenpelz. Die Jagd sei nicht ungefährlich, warnt der umsichtige Michail, denn der Wilddieb Iwanowitsch treibe im Wald sein Unwesen. Als Michail aber auch vor Hexen warnt, die im Wald lauerten, da lacht Pawel nur. Aber als er die weiße Wölfin erwähnt, der er nachts zuvor begegnet sei, lacht Pawel nicht mehr. Er nimmt den Wachhund Troska mit.

Im tiefen ⇒Wald bekommt Troska es mit der Angst zu tun. Die Wölfe haben auf der zugefrorenen Fläche eines Sees im Marschland eine angefressene Leiche hinterlassen. Ihr fehlt das Herz. Es handelt sich um besagten Wilddieb Iwanowitsch. Pawel schafft es gerade noch vor Einbruch der Nacht nach Hause. Was er vorzuweisen hat, ist ein Stück weißes Fell – die Weiße Wölfin war da am Werk.

Ein Wald
Ein dunkler Wald

In den folgenden Vollmondnächten reißen die Wölfe immer mehr Dörfler – stets fehlt ihnen das Herz. Als Pawel und die anderen Jäger ⇒Feuer legen wollen, um die Wölfe in eine Schlucht zu treiben, tritt eine schöne junge Frau hervor und fleht um Beistand. Sie sei fast von Wolf getötet worden. Sie hat rotes Haar und ist mit einem großen weißen Wolfspelz gegen die Kälte gewappnet.

Obwohl Michail ihre Erklärung, warum sie blutige Hände habe, für reichlich fadenscheinig hält, nimmt Pawel die Schönheit mit auf sein Gut und gibt ihr die ⇒Zimmer seiner verstorbenen Frau. Sie befinden sich in einem Seitenflügel im Erdgeschoss – darauf hat Ravina, wie sie sich nennt, bestanden.

Sie habe im Winterpalast des Zaren zu St. Petersburg gelebt, bis sie verbannt und verfolgt wurde, fabuliert sie beim Tee am Kaminfeuer. Doch Michail Wassiljewitsch ist überzeugt, sie sei ein Dämon mit finsteren Absichten.

Ein Wolf
Ein weißer Wolf

Sie selbst sei die Weiße Wölfin und habe es auf die Kinder abgesehen. Selbst Pawel muss eingestehen, dass diese ansonsten so kultivierte Dame ihm noch nicht einmal ihren Familiennamen genannt habe. Aus Selbstschutz, wie sie behauptet. Nur das Medaillon mit den goldenen Wolfspranken sei ein ⇒Erbstück ihrer Familie, gibt sie preis.

Als er ihr seine Liebe erklärt und sie heiraten will, bittet sie um Bedenkzeit von vier Wochen. Dann sei wieder Vollmond. Während dieser vier Wochen beginnen immer Wölfe das Gut von Pawel Sergejewitsch zu umkreisen, und Michail Wassiljewitsch ruft die Heiligen um Beistand an. Denn wenn bei Vollmond der ⇒Dämon zum Vorschein kommt, ist mit dem Schlimmsten zu rechnen…

(Quelle: Buchwurm)

Weitere Informationen

Dieses Hörspiel ist ab 14 Jahren empfohlen.

Die dichte Stimmung der Handlung wird durch die sehr gelungene akustische Gestaltung unterstützt. Dafür wurde wieder eine Vielzahl an unterschiedlichen Melodien ausgewählt, die in das slawische Ambiente bestens passen und die immer unheimlichere Geschichte nachzeichnen. Auch die eingebauten Geräusche bereichern das Hörspiel und sorgen für eine lebendige Ausstrahlung.

Bei `Der weiße Wolf von Kostopchin´ kommt es mehr auf die düstere und unheimliche Stimmung an, die Handlung entwickelt sich dabei eher langsam weiter. Die schaurigen Elemente treten aber schon bald in den Vordergrund und nehmen den Hörer schnell in ihren Bann. Die lokale Einfärbung der Karpaten ist dabei sehr gut gelungen.

Die Rollen und ihre Sprecher

Rolle Sprecher/in
Pawel Sergejewitsch Pascal Breuer
Michail Wassiljewitsch Hans Bayer
Ravina Anja Kruse
Olga Clara Fischer
Alexej Lando Auhage
Wirt Hans-Eckart Eckhardt
Zar Bert Stevens
Dienstmädchen Janina Sachau
Soldaten Marc Gruppe & Stephan Bosenius
Teile diesen Beitrag
Nach oben scrollen