Die Grube und das Pendel: Geniales Gruselkabinett 111

Das Hörspiel "Die Grube und das Pendel"
Das Hörspiel "Die Grube und das Pendel"

Ein Gefangener der spanischen Inquisition wird an einen Holztisch gefesselt, und über ihm schwingt ein riesiges, messerscharfes Pendel

Und hier kommt das Hörspiel, viel Spaß dabei:

Dieses ⇒Hörspiel ist 2016 nach der berühmten ⇒Geschichte von ⇒Edgar Allan Poe in der ⇒Gruselkabinett – Reihe erschienen

Die Grube und das Pendel: Die Handlung

Auf einem Kostümball unterhalten sich Montrésor und sein Spezi Luchesi über Fortunato, der sich schon seit Jahren über Montrésor lustig macht und ihn verleumdet. Ganz im Vertrauen, hinter vorgehaltener Hand, vertraut Montrésor seinem Kumpan an, dass er sich schon bald an Fortunato zu rächen wissen werde. Aber auf eine Weise, bei der sein Erzfeind nie auf den Gedanken käme, es ginge mit ihm zu Ende.

Ja, es stimmt, dass Montrésor noch eine alte Rechnung zu begleichen habe. Denn vor fünfzig Jahren, gegen Ende des 18. Jahrhunderts, war sein Erzfeind Richter der heiligen Inquisition, bis Napoleon kam und ihn absetzte. Luchesi hat indes recht: Montrésor musste in seiner ⇒Jugend unter Richter Fortunato leiden, und zwar nicht wenig: Er wurde unschuldig verurteilt. Erst das Eintreffen der Franzosen bewahrte ihn vor einem qualvollen Ende in den Kerkern…

Ein alter Kerker
Ein düsterer Kerker

Montrésor erwacht auf Stroh in der Finsternis seines nassen Kerkerlochs. Der Hall verrät, dass dies keine gewöhnliche Zelle ist, sondern vielmehr ein Loch von beträchtlichem Durchmesser. Der Umfang beträgt hundert Fuß, so dass er sich ausrechnen kann, wie lang der Radius ist. Das hilft ihm aber wenig, als durch Tasten herausfindet, dass in der Mitte dieses Kerkers ein weiteres Loch darauf wartet, ihn zu verschlingen. Ein Steinwurf meldet ihm durch Hall und Poltern, dass ein Sturz in dieses Loch sein Ende bedeuten würde.

Ein Wasserkrug
Ein alter Wasserkrug

Der Kerkerknecht hat seinen täglichen Krug Wasser vergiftet, betäubt sinkt Montrésor zu Boden. Als er wieder erwacht, findet er sich auf einem Sockel oder Podest festgebunden. Damit er nicht verhungert, steht auf seiner Brust eine Schale Brei, und seine linke Hand ist ungefesselt, damit er selbst essen kann. Die Decke über ihm zeigt ein ungewöhnlich realistisches Bild vom Schnitter Tod. Dieser hält eine ziemlich große Sense in der Skeletthand – oder ist es doch ein Pendel mit einem sensenartigen Gewicht?

Eine Ratte

Als sich das Sensenpendel auf ihn herabsenkt, ahnt der Gefangene, dass sein Ende auf teuflische Weise ersonnen und zugemessen wurde. Nun kommt es darauf an, dem Tod mit ebenso viel Witz und Verstand entgegenzutreten. Da fallen ihm die vielen ⇒Ratten ein, die ringsum herumwuseln. Sie könnten sich als nützliche Helfer erweisen…

(Quelle: Buchwurm)

Weitere Informationen

Dieses Hörspiel ist ab 14 Jahren empfohlen.

Dieses Hörspiel hält sich sehr nah an das Original von Edgar Allan Poe. Da die Geschichte lediglich aus den geschilderten Empfindungen eines namenlosen Gefangenen der spanischen Inquisition besteht und somit besser als Hörspiel funktioniert, wurde das Hörspiel noch um einen ebenfalls namenlosen ⇒Freund des Gefangenen bereichert. Dieser Freund setzt alles daran, dass der Protagonist ihn nicht zu sehen bekommt; betont jedoch, dass sie sich schon lange kennen.

Schnell bekommt man beim Hören den Eindruck, dass mit diesem Freund etwas nicht stimmt. Da der Protagonist immer wieder ohnmächtig wird, erleben wir in Rückblenden und Träumen, wie er und sein namenloser Freund in die Gewalt der Inquisition geraten. Am Ende wird dann klar, was es mit dem Freund auf sich hat. Die Atmosphäre des Hörspiels strahlt eine gewisse Morbidität aus, der man sich nicht entziehen kann.

Die Sprecher agieren auf sehr hohem Niveau. Besonders die Sprecher von Montrésor und Fortunato erhalten hier ausgiebig Zeit, sich im zweiten Teil des Hörspiels zu profilieren.

Auf Seiten des Sounds ist hochgradige Qualität zu hören. Das schwingende Pendel wurde hervorragend in Stereo von links nach rechts umgesetzt und der Hall im Keller des Montrésor, gepaart mit dem plätschernden Deckenwasser, lässt einen Schauer über den Rücken laufen.

Die Rollen und ihre Sprecher

Rolle Sprecher/in
Montrésor Eckart Dux
Fortunato Jürgen Thormann
Junger Montrésor Johannes Raspe
Luchesi Herbert Schäfer
Junger Fortunato Matthias Lühn
Knecht Louis Friedemann Thiele
de Lasalle Florian Jahr
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