Der Wolverden-Turm: Fesselnde Gruselkabinett-Folge 143

Der Wolverden-Turm; fesselndes Hörspiel
Der Wolverden-Turm; fesselndes Hörspiel

Kurz vor Weihnachten 1889 gerät die junge Maisie durch einen geheimnisvollen Turm auf dem Anwesen Wolverden Hall in tödliche Gefahr…

Und hier kommt das kostenlose, komplette Hörspiel, angenehmes Gruseln:

Dieses ⇒Hörspiel ist 2018 nach einer ⇒Geschichte von Charles Grant Blairfindie Allen in der ⇒Gruselkabinett – Reihe erschienen

Der Wolverden-Turm: Die Handlung

Maisie Llewellyn hat 1889 eine Einladung nach Wolverden Hall in Kent erhalten, und zwar von keiner Geringeren als der Millionärin Mrs. West. Diese war eine gute ⇒Freundin ihrer Eltern. Maisie fühlt sich sehr geehrt, zu der Weihnachtsfeier eingeladen worden zu sein und da das Anwesen der Wests, „Wolverden Hall“ in Kent, nach der aufwendigen Renovierung eine wahre Sehenswürdigkeit geworden ist, freut sich die junge Frau auf den Aufenthalt.

Es liegt bereits Schnee, aber eine Kutsche holt sie vom Bahnhof ab, und am Eingang wird sie von netten Männern willkommen geheißen, die sie zu ihrem ⇒Zimmer im Parterre geleiten. Sie freut sich auf die im Brief versprochenen Tableaux Vivants, also „lebende Bilder“. Sie bewundert das Interieur und den Blick, den sie über den schneebedeckten Park auf den Turm der Dorfkirche hat.

Ein altes Anwesen
Ein prachtvolles Anwesen im Schnee

Der Turm

Mrs. West nimmt Maisie am Arm und führt sie zu ebenjenem Turm. Er sei kürzlich restauriert worden und sehe wieder prächtig aus. Sie passieren ein Gräberfeld und ein Mausoleum. Ha, das ist ja wie drunten in Sussex. Als sie die ⇒Kirche betreten, spottet die alte Bessie über Mrs. West und prophezeit ihr kommendes Unheil. Der alte Turm war den Gebräuchen gemäß errichtet worden, denn er wurde mit dem ⇒Blut einer Jungfrau geweiht. Bis es dann zur Verschwörung gegen den Turm gekommen sei, jaja, keift die Alte. Maisie bekommt es mit der Angst zu tun, und Mrs. West geleitet sie fort. Ob die alte Bessie wohl eine ⇒Hexe ist?

Nachdem sie sich umgezogen hat, schließt sich Maisie dem Dinner an, dann genießt sie den Anblick der Tableaux Vivants. Ein Student aus Oxford sitzt neben ihr und erklärt ihr, was gerade gezeigt wird. Bild Nummer eins zeigt „Jephthas Tochter“: Selbige wird ja in der Bibel bekanntlich geopfert. Dann folgt der alte Klassiker: „Opferung der Iphigenie [auf Tauris]“. Merkwürdig ist lediglich der Auftritt zweier schöner Frauen, die nichts mit dem Thema des Bildes zu tun.

Eine Kirche bei Nacht
Eine weihnachtliche Kirche im Schnee

Geister

Als Maisie ihren Tischnachbarn fragt, entdeckt sie, dass nur sie in der Lage ist, die beiden Frauen zu sehen. So hat sie nichts dagegen, als sich die beiden schönen Damen neben sie setzen. Sie behaupten, dass der ⇒Tod nur das Tor in die andere, schönere Welt sei. „Mors ianua vitae“, so lautet das Motto über dem Eingang zur Gruft der Wolverdens. Die Damen finden heraus, dass Maisie nicht nur eine Vollwaise, sondern auch ledig und folglich noch Jungfrau ist.

Maisie realisiert, dass Yolande und Hedda, so heißen die Damen, ⇒Geister sind. Das nächste Bild zeigt „Ophelias Tod“ aus Shakespeares „Hamlet“. Auch Mrs. West kann die Geister nicht sehen, aber als Maisie schließlich auf ihr Zimmer geht, wird sie bereits von den beiden erwartet. Sie geben an, sie hätten sich „verlaufen“. Maisie fallen ihre alten keltischen Broschen mit den verschlungenen Mustern auf. Als sie sie zu einem Spaziergang einladen, kann sie nicht nein sagen.

Eine Wendeltreppe
Eine schwach beleuchtete Wendeltreppe

Das Opfer

Bald erscheint die Kirche mit ihrem wuchtigen Kirchturm im Mondschein, ebenso die Familiengruft mit der ominösen Inschrift „Mors ianua vitae“: Die Schwestern geben an, hier drin zu leben. Drinnen bestaunt Maisie, wie die Schwestern von innen leuchten. Sie sieht ⇒Schatten an der ⇒Wand: ein Hohepriester erwartet sie und stellt Fragen. In Maisies Adern, soviel ist klar, fließt königliches Blut, und zwar das von König Artus. Ihre Aufgabe bestehe nun darin, mit ihrem Blut den Turm den Göttern Odin und Hercules zu weihen. Der Priester nennt sich Baumeister Wulf.

Doch wie soll das Opfer vollzogen werden, fragt Maisie. Yolanda und Hedda hätten sich einmauern lassen, doch sie selbst soll sich von den Zinnen des neuen Kirchturms stürzen. Natürlich aus freiem Willen. Maisie ist bereit, hat keine Angst, und die anderen drei geleiten sie die Stufen der Wendeltreppe hinauf. Die alte Bessie ist erleichtert: Endlich! Sie trägt den Schlüssel bei sich, mit dem sich die kleine Tür öffnen lässt, die auf den Wandelgang ringsum die Turmspitze führt. Es sind nur drei Schritte bis zur nächstgelegenen Zinne, drei kurze Schritte.

Bald werde Maisie unsterblich sein, bald, flüstern die Geister und Bessie. Doch da gibt es eine entscheidende Störung der Opferung. Der Turm beginnt zu wanken…

(Quelle: Buchwurm)

Weitere Informationen

Dieses Hörspiel ist ab 16 Jahren empfohlen.

Dieses relativ alte Hörspiel ist noch ganz der klassischen Inszenierung verpflichtet: Die altvertrauten Sprecher wie etwa setzen ganz auf emotionale Wirkung, die Stimmung ist unheimlich bis bedrohlich, und vor allem die Musik weiß mit einem vollen Orchester zu beeindrucken.

Die Spielzeit von etwa 43 Minuten vergeht wie im Flug. Der Wolverden-Turm ist wunderbare Gänsehaut-Unterhaltung.

Die Rollen und ihre Sprecher

Rolle Sprecher/in
Erzähler Peter Weis
Maisie Llewelyn Annina Braunmiller-Jest
Alte Bessie Beate Gerlach
Yolande Kristine Walther
Hedda Reinhilt Schneider
Student Louis Friedemann Thiele
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