Die Squaw: Fesselndes Hörspiel (Gruselkabinett Folge 48)

Das Hörspiel Die Squaw
Das Hörspiel Die Squaw

In Die Squaw planen drei Menschen die Besichtigung einer alten Burg in Nürnberg inklusive der dort befindlichen schrecklichen Folterkammer.

Dieses ⇒Hörspiel ist 2014 nach einer ⇒Geschichte von ⇒Bram Stoker in der ⇒Gruselkabinett – Reihe erschienen.

Hier kommt das Hörspiel, angenehmes Gruseln:

Handlung von Die Squaw

Prolog

Schmerzensschreie hallen über die Lichtung, und im Hintergrund dröhnen Trommeln. Die Frau eines Apachen foltert einen weißen Mann, der ihre Kinder auf dem Gewissen hat. Er soll möglichst lange für seine Untat büßen. Er ließ es ausbluten. Inzwischen bettelt der sogenannte „Schächter“ um einen gnädigen Tod. Doch die Squaw ist noch längst nicht mit ihm fertig. Da kommt die Kavallerie…

Eine Burg
Eine alte Burganlage

Die Haupthandlung

Nürnberg im Jahr 1883, vor dem Touristenboom. George Price aus Wales ist mit seiner jungen Frau Amelia auf seiner Hochzeitsreise in die mittelalterlich anmutende, nie eroberte oder zerstörte ⇒Stadt gekommen, um ihre pittoresken Schönheiten zu besichtigen. Begleitet werden sie von Elias P. Hutcheson, einem wagemutigen Westmann, der von Karl May geschaffen sein könnte und sich ihnen in Frankfurt/Main einfach angeschlossen hat. Er unterhält sie mit Abenteuergeschichten aus dem Wilden Westen.

Die imposante und beherrschende Burg besuchen sie am zweiten Tag, quasi als Höhepunkt ihres Aufenthalts. Sie verfügt über einen tiefen Burggraben, der nun mit Baumhainen und Cafés bedeckt ist. Herabblickend erspäht Hutcheson mit seinem Adlerblick eine schwarze Katze, die mit ihrem Jungen spielt. Er will einen Stein hinabfallen lassen, um mit ihr zu spielen, natürlich nicht, um sie zu verletzen. Leider hat sich das Schicksal gegen ihn verschworen. Der Stein zerschmettert den Kopf des Kätzchens. Die empfindsame Amelia ist zutiefst entsetzt und fällt fast in Ohnmacht, was auch an ihrem engen Korsett liegen könnte.

Der Turm einer Burg
Burg mit Turm

Wütend springt die Katzenmutter an der Burgmauer hoch, doch sie schafft es nie bis zur Mauerkrone. In ihren Augen erblickt die erschrockene Amelia pure Mordlust. Der abgebrühte Hutcheson lacht bloß darüber. Die ⇒Katze erinnere ihn an jene Squaw, deren Kind von einem Weißen getötet worden war und die dessen Mörder drei Jahre lang verfolgt und schließlich zur Strecke gebracht habe – nachdem sie ihn schrecklich gefoltert hatte. Hutcheson erschoss die Frau. Als sich die Katze zu beruhigen scheint, hält er das für die Demut einer Squaw und vergisst die Katze.

Nicht so Amelia und ihr Mann. Sie bemerken bei ihrem Rundgang, wie die Katze ihnen nachschleicht, und gelangen schließlich zum Höhepunkt ihrer Tour: In den Folterturm. Ein Faktotum öffnet ihnen und streicht seinen Lohn ein. Alles ist noch genauso, wie es die Folterknechte und Scharfrichter vor Jahrhunderten zurückließen. Amelia kann einen zaghaften Schauder angesichts der blanken Richtschwerter, des Richtblocks und der unzähligen Marterinstrumente, mit denen man die Unglücklichen zum Geständnis bewegte, nicht unterdrücken. Das Faktotum erklärt die Wirkungsweise der Instrumente zur „peinlichen Befragung“ genauestens.

Eine Katze
Die Katze taucht wieder auf

Hutcheson aber will weiter hinab im ⇒Turm, um das Herzstück der grotesken Sammlung sehen zu können: Die berühmte Eiserne Jungfrau. Dieses sargähnliche Gebilde sieht keineswegs aus wie eine Frau, sondern eher so plump wie der Sarkophag eines Pharaos. Nur das eine Ende trägt das Antlitz einer Frau, daher der Name. In diesen aufklappbaren Behälter wurde der gefesselte Delinquent gesteckt. Dann ließ man ganz langsam und schmerzhaft den an einem Halteseil und einem Flaschenzug befestigten Deckel hinab. Dessen Innenseite ist mit eisernen Stacheln versehen, die in die Augen und in lebenswichtige Organe des Opfers eindringen, aber nicht in das Herz…

Als der übermütige Hutcheson sich vom Faktotum fesseln und in die Eiserne Jungfrau stecken lässt, um die Top-Sensation seiner Reise zu erleben, taucht die rachedurstige Katze wieder auf…

Weitere Informationen

Dieses Hörspiel ist ab 14 Jahren empfohlen.

Sehr intensive Stimmungen und genaueste Beschreibungen lassen das ein oder andere Mal Gänsehautschauer entstehen – ein sehr guter Teil des Gruselkabinetts.

Die Rollen und ihre Sprecher

Rolle Sprecher/in
Elias P. Hutcheson Viktor Neumann
Amelia Price Reinhild Schneider
George Price Axel Lutter
Kutscher Frank Gustavus
Wärter der Folterkammer Frank Gustavus
Frau in der Folterkammer Bettina Weiß
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