Der Geist in der Wand: Fesselnde Geschichte (4 Kapitel)

Die Gruselgeschichte Der Geist in der Wand
Die Gruselgeschichte Der Geist in der Wand

In der Geschichte Der Geist in der Wand hört ein Junge nachts in seinem Bett seltsame, unerklärliche Geräusche. Ist es wirklich ein Geist?

Der Geist in der Wand Kapitel 1

Ein 9 jähriger Junge lebte mit seinen Eltern in einem kleinen Bauernhaus, in der Nähe eines Waldstücks. Das ⇒Zimmer des Jungen war auf der Rückseite des Hauses. Es war ein eigenartiges Zimmer, ziemlich schmal und mit hohen Wänden von bestimmt 4 m Höhe. Besonders viel passte nicht hinein, nur ein Bett, ein Schrank und ein Tisch.

Der Junge fühlte sich in diesem Zimmer nicht besonders wohl, hatte aber trotz Unwohlsein zuerst keine Probleme beim Einschlafen. Er schlief ganz oben auf einem alten Hochbett. So ein Riesenbett hatte er sich schon immer gewünscht, und er entschied sich dafür, oben zu schlafen. Besonders schön war es nicht, weil es alt und voller Macken war, aber es tröstete ihn wegen der Umstände dieses unheimlichen Zimmers ein klein wenig hinweg.

Ein paar Tage später wachte er mitten in der Nacht auf, hatte aus unerklärlichen Gründen Angst, und ihm wurde von Minute zu Minute immer kälter, obwohl die Heizung eingeschaltet war. Weil er nicht mehr einschlafen konnte, schaute er nach unten auf das Bett, welches unter ihm lag. Obwohl er sich vor lauter Angst erst nicht getraut hatte nach unten zu sehen, tat er es trotzdem und sah auf dem unteren Bett einen ⇒Schatten liegen, der sich ganz langsam hin und her bewegte.

Er bekam sofort Panik, ging aber erstmal davon aus, dass es Einbildung war. Obwohl er immer noch etwas verängstigt war, schaute er noch mal nach unten, und das Bett war leer und ordentlich gemacht.

Also doch nur eine Einbildung, dachte er sich.

Doch von Tag zu Tag wurden diese „Einbildungen“ immer heftiger. Er hörte nachts immer Geräusche aus dem Bett unter ihm, so als würde dort jemand liegen und es sich gemütlich machen. Es war manchmal so laut, dass er davon wach wurde. Zuerst dachte er, dass die Geräusche von draußen kommen würden, oder dass es vielleicht der Wind wäre. Aber dem war nicht so, denn die Geräusche kamen direkt aus dem Bett, welches sich unter ihm befand!!!

Eine unheimliche Hand
Unerklärliche Geräusche im Schlafzimmer

Kapitel 2

Der Junge hatte große Panik, verkroch sich unter seiner Bettdecke und redete sich irgendwelche Dinge ein, um sich zu beruhigen. Dinge wie beispielsweise:

„Es ist bestimmt nur meine ⇒Katze, die es sich auf dem unteren Bett bequem macht. Meine Mutter hat nach mir gesehen, und so ist sie herein gekommen.“

Genauso wird es wohl gewesen sein, dachte sich der Junge und drehte sich zur Wand, in der Hoffnung wieder einzuschlafen. In der nächsten Nacht hörte er, wie sich jemand in dem unteren Bett wie verrückt hin und her rollt. Direkt im Anschluss fing das ganze Bett heftig an zu wackeln, und hinzu kam noch ein leises unheimliches Stöhnen. Das Bett wackelte und polterte so heftig, dass es drohte umzukippen. Und wieder überkam den Jungen diese komische eisige Kälte, obwohl auch diesmal wieder die Heizung an war.

Jetzt wusste er, dass es keine Einbildung war, und er bekam Todesängste, zitterte am ganzen Körper und schrie so laut er nur konnte „Maaaaaaaaaaamma“. Seine Mutter machte die Tür auf, schaltete das Licht an, und es fühlte sich an wie die Rettung in letzter Sekunde. Als die Mutter das Zimmer betrat, war der ganze Spuk vorbei. Der Junge war fürchterlich am Weinen, und die Mutter nahm ihn in den Arm, tröstete ihn und nahm in mit in ihr Schlafzimmer.

Am nächsten Tag war der Junge so verstört und hatte so eine große Angst, dass er sein Zimmer auf keinen Fall mehr betreten wollte. Er spielte stundenlang im Garten, fühlte sich aber nicht wohl, weil er immer dieses komische Gefühl hatte, beobachtet zu werden. Während er spielte, sah er immer wieder nach oben zu seinem Zimmer, und es kam ihm vor, als wenn dieses Ding ihn von oben aus dem Fenster beobachten würde. Ein wirklich beängstigendes und vor allem schauriges Gefühl!

Abends blieb ihm nichts anderes übrig, als wieder sein Zimmer zu betreten und sich in sein Hochbett zu legen. In der Nacht fing das Rascheln der Bettdecke wieder an, und auch dieses leise unheimliche Stöhnen war wieder da. Mittlerweile hatte er so eine große Angst, dass sein Herz sofort anfing zu rasen.

Ein Schlafzimmer
Der kleine Junge will aus Angst bei seinen Eltern schlafen

Kapitel 3

Dabei dachte er nur an ein einziges Wort – Geist 

Auf einmal hörte dieses unheimliche tiefe Stöhnen auf, und der Junge hoffte, dass es nun endlich vorbei sei. Aber falsch gedacht, stattdessen fing unter ihm ein leises rhythmisches Atmen an.  Es war so intensiv, dass er sich genau vorstellen konnte, wie seine Brust sich langsam hebt und wieder senkt. Gänsehaut pur!!! Er wusste aber nicht, warum es da war und was es wollte!

Das Schlimmste aber war die Vorstellung, dass es genau unter ihm war, und er versuchte krampfhaft ruhig zu bleiben, damit es nicht merkte, dass er wach war. Aber ganz plötzlich und unerwartet drückte dieses Ding gegen die oberste Matratze. Der Junge schreckte sofort voller Angst auf und rief panisch nach seiner Mutter. Diese kam in das Zimmer gerannt, machte das Licht an, und wie beim ersten Mal war alles schlagartig vorbei.

Natürlich fragte die Mutter was los sei. Der Junge traute sich aber nicht, ihr die Wahrheit zu sagen und erzählte ihr, dass er wieder einen furchtbaren Alptraum hatte. Diese schrecklichen Geschehnisse unter seinem Bett wiederholten sich täglich. Mittlerweile erfand er sogar Krankheiten, nur um bei seinen Eltern schlafen zu dürfen.

Er gewöhnte sich mehr oder weniger an diese Situation, hatte aber noch immer große Angst. Seine größten Ängste aber wurden im Winter wahr. Seine Mutter musste für ein paar Tage weg, und er überlegte, was er gegen dieses Ding tun könne. Er riss die Matratze unter seinem Bett weg und stellte dort einen Tisch und Stühle hin.

Somit hatte dieses Ding keine Gelegenheit mehr, unter ihm zu schlafen. Er klaute noch ein Kruzifix aus dem Schlafzimmer seiner Eltern und versuchte damit einzuschlafen. Er schlief mit dem Gedanken ein, dass seine Mutter nicht zu Hause war. Mitten in der Nacht wachte er auf, und es war stockdunkel in seinem Zimmer. Er hörte etwas, aber das Geräusch war diesmal nicht unter seinem Bett.

Er schaute sich um, doch es dauerte einen Moment, bis sich seine Augen an die Dunkelheit gewöhnten. Doch dann konnte er es sehen. Es lag nicht unter seinem Bett… sondern AUF SEINEM BETT! Er bekam den Schock seines Lebens, und sein Herz raste wie verrückt. Er wollte schreien, bekam aber kein Ton heraus.

Er konnte es nicht richtig sehen, aber ganz deutlich spüren. Und er war sich nicht sicher, ob es auf oder unter seiner Bettdecke war. Er konnte einige Umrisse erkennen, traute sich aber nicht genauer hinzusehen. Dieses Ding lag zur Hälfte auf ihm, und er konnte sich nicht wie gewohnt bewegen.

Der Junge zitterte am ganzen Körper und war wie gelähmt vor Angst. Sein Herz schlug wie verrückt, und seine Atmung war vor lauter Panik rasend schnell und kurz. Plötzlich berührte er etwas. Es fühlte sich an, wie eine kalte abgemagerte Hand.

Das Ding wachte auf, und der Junge sah etwas völlig Verstörendes!

Eine Wand mit Händen
Ein Geist in der Wand?

Kapitel 4

Dieses Ding lag nicht komplett auf ihm drauf, sondern nur mit seinem Oberkörper. Der Rest war in der Wand. Plötzlich wurde aus dem leichten Druck ein Quetschen, und der Junge ahnte, was dieses Ding mit ihm vor hatte.

Es wollte ihn in die Wand ziehen!

Der Junge wehrte sich mit seiner ganzen Kraft, hatte aber gegen diese abgemagerte Hand kaum eine Chance. Außerdem war er noch ein Kind und erst 9 Jahre alt. Der Junge schrie um sein Leben: „Hiiiiiiiiiiiilfffffeeee“, aber es kam niemand in sein Zimmer, um ihm zu helfen.

Die sehr langen dünnen Finger dieser „Kreatur“, hatten den Jungen mittlerweile komplett umklammert, so dass eine Flucht unmöglich war. Es versuchte stundenlang den Jungen in die Wand zu ziehen, immer und immer wieder, aber zum Glück ohne Erfolg. Der Grund, warum es nicht schaffte, ihn in die Wand mitzunehmen, war wahrscheinlich, weil man Menschen nicht in die Wand ziehen kann. So sehr der Junge sich auch gegen diese unheimliche Hand wehrte,

– Er hatte keine Chance –

Und dieses komische tiefe Stöhnen dabei war ebenfalls nicht zu ertragen. Der Junge war total fertig, hatte kaum noch Kraft und lag schweißgebadet im Bett mit diesem „Geist“. Dann wurde er ohnmächtig. Einige Zeit später wurde es langsam hell, und die ersten Sonnenstrahlen kamen durch das Fenster hinein.

Plötzlich öffnete sich die Tür seines Kinderzimmers, und der Vater kam herein. Der Junge wurde wach, und er war noch niemals im Leben so glücklich und erleichtert, wie in diesem Moment. Er hatte die schlimmste ⇒Nacht seines Lebens überlebt.

Gegen Abend schaffte er es seinen Vater zu überreden, dass dieser sein Hochbett in die Mitte seines Kinderzimmers umstellte. Der Junge wusste, das dieser „Dämon“ oder „Geist“ oder was immer es auch war, so keine Chance mehr hatte ihn von der Wand aus zu erreichen.

In den folgenden Nächten hatte er endlich seine Ruhe.

Hin und wieder hörte er nachts ein leises tiefes Stöhnen.

Einige Wochen später beschlossen die Eltern, das gesamte ⇒Haus zu renovieren und umzustellen. Die Eltern zogen in das Kinderzimmer des Jungen ein, und er bekam das ehemalige Schlafzimmer seiner Eltern.

Dort blieben sie genau 10 Tage. Am 11. Tag ergriffen sie die Flucht und zogen mit dem Jungen bei Nacht und Nebel aus diesem Haus aus!

(Quelle: Diboo.de)

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