Die Affenpfote: Großartiges Hörspiel (Gruselkabinett 88)

Das Hörspiel Die Affenpfote
Das Hörspiel Die Affenpfote

Es geht um das Geheimnis einer aus Indien stammenden, getrockneten Affenpfote, die angeblich die Macht besitzen soll, Wünsche zu erfüllen.

Dieses ⇒Hörspiel ist 2014 nach einer ⇒Geschichte von William Wymark Jacobs in der ⇒Gruselkabinett – Reihe erschienen.

Und hier kommt das komplette, kostenlose Hörspiel:

Handlung von Die Affenpfote

Die Whites sind glücklich. Maggie und Jim haben ein eigenes Häuschen am Rande eines englischen Dorfes gebaut und einen prächtigen Sohn herangezogen. Herbert ist ein kluger Bursche: Er schlägt seinen Vater nicht oft, aber immer öfter im Schach, was doch für seine überdurchschnittliche Intelligenz spricht. Hat dieser heutige Sieg etwas mit einer Glückssträhne zu tun, wie sein Dad behauptet? Wohl eher nicht, kontert er.

Heute Abend wagt sich keiner vor die Tür, denn draußen donnert und blitzt es, als breche die Sintflut aus. Es ist, als sei das Haus von der Außenwelt abgeschnitten. Kein Wunder also, wenn sich der erwartete Besucher um eine Stunde verspätet. Es ist Sergeant Major Morris, der 21 Jahre lang in Indien gedient hat. Vor seiner Abreise damals war er das letzte Mal hier bei seinem Freund James White zu Besuch. Als er endlich eintrifft, muss er erst einmal seine völlig durchweichten Kleider zum Trocknen geben. Zum Glück prasselt das ⇒Feuer im Kamin fröhlich und wärmend. Ein Whisky wärmt ihn von innen heraus, und Maggies kräftiger und heißer Tee weckt die Lebensgeister wieder.

Ein Gewitter in Die Affenpfote
Ein Gewitter über einem abgelegenen Haus

Herbert, der Junge, ist natürlich neugierig auf Geschichten aus Indien, doch Morris winkt ab: Das Land sei für junge Leute viel zu gefährlich. Dort gebe es zudem Fakire, die über magische Fähigkeiten geböten. Zum Beweis holt er einen schwarzen, verschrumpelten Talisman aus seiner Tasche, dessen Anblick Maggie nach ⇒Luft schnappen lässt: „Eine Affenpfote, mein Junge“, sagt Morris geheimnisvoll.

„Das soll ein Glücksbringer sein?“, wundert sich Herbert, doch Morris bekräftigt: „Einer der ältesten und mächtigsten Fakire hat ihn verzaubert, um zu beweisen, dass nichts dem Schicksal entrinnen könne.“ Drei verschiedene Menschen hätten jeweils drei Wünsche frei, und die würde ihnen dieser Talisman erfüllen. Er habe es selbst erlebt, nachdem er das Ding von seinem Vorgänger geerbt habe. Diesem und ihm selbst habe das Ding kein Glück gebracht, doch hier bei den Whites seien ja keine Wünsche mehr offen – hier könne er die Affenpfote unbesorgt zurücklassen, damit sie kein Unglück mehr bringt. Dann wirft er sie ins Feuer.

Kaminfeuer
Feuer in einem Kamin

Doch Jim und Herbert reißen das Ding aus den Flammen, bevor es ganz verbrennt, und fragen nach Anweisungen, wie sie es richtig einsetzen können. Während Maggie vor ahnungsvoller Angst zittert, erfahren die Männer, dass man die Pfote nur emporhalten und seinen Wunsch laut aussprechen muss. Nichts weiter. Nachdem er ein paar Geschichten über Indien zum Besten gegeben hat, macht sich Morris wieder auf den Weg. Sicherlich war alles nur geflunkert, ist sich Maggie sicher.

Als sich James 200 Pfund Sterling wünscht, um das ⇒Haus schuldenfrei zu bekommen, bewegt sich die Affenpfote, als sei sie lebendig, und es ist ein Affenschrei zu hören. Na so was! Maggie hat eine böse Vorahnung und vermeint, eine dunkle Präsenz zu spüren. Sie ahnt nicht, was Herbert, der noch aufbleibt, nachdem seine Eltern zu Bett gegangen sind, in den Flammen des Kaminfeuers erblickt…

Ein Brief
Ein Brief kommt an

Am nächsten Morgen bricht Herbert auf, um in die Fabrik zur Arbeit zu gehen. Er hat die Pfote auf die Anrichte neben die Erinnerungsfotos der ⇒Familie gelegt. Der Tag vergeht angespannt, aber ereignislos. Der getane Wunsch scheint keine Wirkung zu haben. Der Postbote bringt einen Brief ohne Absender – aber er enthält keinen Scheck, sondern eine Schneiderrechnung. Allmählich ist es an der Zeit, dass der Junge nach Hause kommt.

Doch dann taucht statt Herbert ein fein gekleideter Fremder am Gartentürchen auf, und sein Erscheinen verheißt nichts Gutes…

Weitere Informationen

Dieses Hörspiel ist ab 14 Jahren empfohlen.

Ein kleiner, feiner Cast in einer kleinen, feinen Schauergeschichte. Die White-Eltern werden von Harald Dietl und Regina Lemnitz gespielt. Das Schicksal spielt dem alten Ehepaar nach Annahme der magischen Affenpfote ziemlich übel mit, was den beiden ausgezeichneten Sprechern die Möglichkeit gibt, schauspielerisch aufzutrumpfen. Besonders beeindruckend ist das Spiel von Lemnitz und Dietl, als ein Besucher, gesprochen von keinem Geringeren als Johannes Steck, den beiden eine furchtbare Nachricht überbringt.

Die Kammerspielatmosphäre – alles spielt sich im Haus der Familie White ab – wird durch eine dezente Geräuschkulisse passend untermalt.

Die Rollen und ihre Sprecher

Rolle Sprecher/in
Erzähler Hasso Zorn
James White Harald Dietl
Maggie White Regina Lemnitz
Herbert White Max Felder
Sergeant-Major Morris Erich Ludwig
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