Der Drachenspiegel: Aufregende Gruselkabinett – Folge 110

Das Hörspiel "Der Drachenspiegel"
Das Hörspiel "Der Drachenspiegel"

In „Der Drachenspiegel“ raubt der Millionär James Hemdon einen mysteriösen Spiegel. Dieser führt zu unheimlichen Ereignissen.

Hier kommt das Hörspiel, angenehmens Gruseln:

Dieses ⇒Hörspiel ist 2016 nach einer ⇒Geschichte von Abraham Merrit in der ⇒Gruselkabinett – Reihe erschienen.

Der Drachenspiegel: Die Handlung

Der merkwürdige Fall beginnt am 12. Februar 1905. Martin, ein Angestellter des Millionärs James Hemdon, ruft bei Mr. Ward an, einem engen Freund Hemdons. Sein Dienstherr sei seit letzter Nacht spurlos verschwunden!

Ward eilt sofort an den Ort, an dem sein Freund Jim zuletzt gesehen wurde: Das feudale Schlafzimmer, in dem die Laken noch nicht benutzt wurden und die Kleidung immer noch ordentlich daliegt. Die Polizei war natürlich schon da, fand aber nichts. Eine Lösegeldforderung liegt auch nicht vor, so dass eine Entführung wenig wahrscheinlich ist.

Lediglich der große chinesische ⇒Spiegel, den Hemdon aus der Verbotenen Stadt in Peking mitgebracht hatte, steht noch wie immer da. Ward bittet Martin, eine Nacht in diesem Gemach verbringen zu dürfen.

Ein Schlafzimmer
Ein mit Kerzen beleuchtetes Schlafzimmer

Ward schläft wie ein Murmeltier, bis ihn heftiges Klopfen an der Tür weckt: Der Herr sei wieder zurückgekehrt.

Doch in welchem Zustand sich Hemdon befindet! Der Arzt behandelt gerade sieben lange blutige Kratzer, die sich den Rücken von Wards ⇒Freund hinunterziehen. Eine seidenes Gewand, das der „Ausreißer“ getragen hat, weist ebenso sieben Risse auf dem Rücken auf. 

Welchem Monster hat er wohl diese Wunden zu verdanken, wundert sich Ward. Hemdon ist keineswegs weggetreten, sondern im Gegenteil hellwach. Er nimmt ein Gewehr aus seinem Waffenschrank, um sich zu bewaffnen. Bloß – gegen wen?

Ein Fantasy-Himmel
Ein fliederfarbener Himmel

Gegen den Drachenspiegel in seinem Schlafzimmer. Ward ist befremdet, aber noch mehr wundert er sich, als ihn Hemdon vor dem mannshohen, reich mit grünen Drachen verzierten Jaderahmen postiert und ihn auffordert, sich auf sein Spiegelbild zu konzentrieren.

Plötzlich keucht Ward auf: Das Bild hat sich bewegt! Er schaut in eine fremde Welt mit einem fliederfarbenen Himmel, über den sieben Monde ziehen – über einen pyramidenförmigen Berg, an dessen Fuß eine elfenbeinfarbene ⇒Stadt liegt.

Als eine Klaue mit sieben Krallen am Rand auftaucht, wirft Hemdon einen schweren Vorhang über den Spiegel. „Was hat das zu bedeuten?“ will Ward wissen.

Ein Drache
Ein grüner, chinesischer Drache

Endlich erzählt ihm Hemdon von dieser Welt, der Geliebten, die dort auf ihn wartet, von dem bösen Zauberer, der ihn vertrieben hat – und von dem Drachen, der auf ihn am Durchgang lauert. Ein Durchgang – wohin?

(Quelle: Buchwurm)

Weitere Informationen

Dieses Hörspiel ist ab 14 Jahren empfohlen.

In mehreren Rückblenden führt uns die Handlung zurück in die großartigen, spannenden ⇒Abenteuer von James Hemdon. Er ist Schatzjäger und sehnsuchtsvoller Träumer in einem, auf der Suche nach seiner Liebsten und in ewigem Kampf mit ihrem Wächter, dem Zauberer Rak. In dieser Hinsicht ähnelt die Geschichte dem Hörspiel „⇒Das Feuer von Asshurbanipal“ (Gruselkabinett-Folge 77). 

Der Autor Abraham Merritt ist hierzulande recht unbekannt, von ihm stammt aber auch die Geschichte des Gruselkabinett-Zweiteilers „⇒Madame Mandilips Puppen“. Mit „Der Drachenspiegel“ haben Stephan Bosenius und Marc Gruppe nun bereits die zweite Geschichte aus seinem Nachlass vertont. Zu Beginn wird langsam an die Handlung herangeführt, der rätselhafte Einstieg bekommt durch das Auftauchen des verletzten James eine schockierende Wendung.

Besonders gut ist, wie darauf das ⇒Geheimnis des Drachenspiegels gelüftet wird, wie eine dystopische Welt gezeigt wird, wie intensiv und stimmungsvoll erzählt wird – eine sehr prägnante Szene, die gut das weitere Geschehen mit der Erzählung von James einläutet. Die hier eingebauten fernöstlichen Mythen setzen noch einmal einen besonderen Reiz in der Handlung, die das Genre der Schauerromantik perfekt abbildet und beide Elemente gleichwertig miteinander verknüpft. Speziell die Figur des geheimnisvollen Rak ist sehr interessant in der Darstellung gelungen. Eine recht ungewöhnliche Folge für das Gruselkabinett.

Die professionelle Inszenierung, die filmreife Musik und Stimmen von Hollywoodstars einsetzt, bietet dem Hörer ein akustisches Kinoerlebnis, das man sich mehrmals anhören sollte, um auch die Feinheiten mitzubekommen.

Die Atmosphäre ist sehr gut, was vor allem auf die musikalische Untermalung zurückzuführen ist.

Auch jungen Menschen, die sich einfach nur für gruselige Audiokost interessieren, die gut gemacht ist, lässt sich das Hörspiel empfehlen. Es ist leicht verständlich, wirkungsvoll inszeniert und die Stimmen der Hollywoodstars vermitteln das richtige Kino-Feeling.

Die Rollen und ihre Sprecher

Rolle Sprecher/in
Erzähler / James Hemdon Konrad Bösherz
Mr. Hemdon Bodo Wolf
Mrs. Hemdon Dagmar von Kurmin
Ebenezer Jochen Schröder
Onkel William Friedhelm Ptok
Tante Mary Beate Gerlach
Harry Tom Raczko
Nelly Julia Casper
Dr. Henderson Felix Würgler
Dienstmädchen Jane Janina Isabell Batoly
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