Das Phantom der Oper: Fesselndes Hörspiel (Gruselkabinett 4)

Das Hörspiel `Das Phantom der Oper`
Das Hörspiel `Das Phantom der Oper`

Frankreich 1880: In der Pariser Oper treibt ein Phantom sein Unwesen. Niemand kennt sein Gesicht, das stets hinter einer Maske verborgen bleibt.

Hier kommt das komplette Hörspiel, viel Spaß:

Dieses ⇒Hörspiel ist 2005 nach einer ⇒Geschichte von Gaston Leroux in der ⇒Gruselkabinett – Reihe erschienen.

Das Phantom der Oper: Die Handlung

Der Journalist Gaston Leroux ruft bei der Pariser Oper an: Nein, es gebe kein Phantom und habe auch nie eines gegeben. Doch er erhält einen Anruf, in dem genau das Gegenteil behauptet wird. Die Dame bittet ihn zu sich. ⇒Madame Giry lebt zurückgezogen in einem Klosterstift. Die alte Dame kannte das Phantom, denn sie war seine frühere Logenschließerin. Das Phantom hat sich die Loge Nr. 5 reservieren lassen und gab ihr stets ein gutes Trinkgeld, wenn sie seine Wünsche berücksichtigte.

Die Direktion der Oper wusste davon und erlaubte es. Im Jahr 1880 trat die Giry ihre Stelle an und entwickelte ein Vertrauensverhältnis zu dem Mann, den sie nie zu Gesicht bekam. Der einzige andere Mensch, der das von sich behaupten konnte, war Christine Daaé, die Sängerin, deren Mentor und Ausbilder das Phantom wurde. Doch eines Tages veränderte sich alles.

Monsieur Poligny übergibt die Leitung der Pariser Oper an die Herren Moncharmin und Richard. Allerdings hat er zwei erstaunliche Bedingungen und er warnt die neuen Direktoren vor den Folgen, wenn diese nicht erfüllt würden. Erstens bleibt die Loge Nr. 5 für das Phantom reserviert und zweitens sei der Pachtvertrag zu erfüllen, der dem Phantom monatliche Bezüge zusichert. Die beiden Herren überwinden ihr Erstaunen und lehnen die Bedingungen rundweg und mit größtem Spott ab. Unheil zieht herauf.

Ein Opernsaal
Ein eleganter Opernsaal

Als Erstes steht Gounods Oper „Faust“ auf dem Programm, und Ballerinen und Sängerinnen proben fleißig. Die italienische Diva La Carlotta tut mal wieder dicke, denn sie fühle sich in ihrer Ruhe gestört. Über das Phantom, von dem die Kolleginnen tuscheln, spottet sie nur. Da ertönt ein Schrei, und Madame Giry hat die an einem Seil baumelnde ⇒Leiche des Bühnenbauers Joseph entdeckt. Kurz darauf warnt das Phantom La Carlotta davor, den Part der Margarethe zu singen. Die Diva beschwert sich bei den Direktoren und darf natürlich auftreten. Denn auch die Direktoren haben einen Brief erhalten, in dem das Phantom auf die zwei bekannten Bedingungen pocht und noch eine weitere hinzufügt: Christine Daaé solle die Margarethe singen. Sie lehnen empört ab.

Premierenabend. Zwei Akte hat das Ensemble bereits erfolgreich bewältigt, da folgt die Katastrophe: Der hochbezahlten Kehle der La Carlotta entringt sich nur ein lächerliches Krächzen. Das Publikum lacht sie aus und sie flieht von der Bühne. Was nun, fragen sich die Direktoren. Das Phantom präsentiert die Lösung: Christine Daaé könne sofort einspringen. Ist okay, und Christines Auftritt wird ein akustischer Triumph. Das Publikum ist ebenso entzückt wie die Direktoren. Der Abend scheint gerettet. Aber wo zum Kuckuck hat die Daaé so gut singen gelernt?

Eine Maske
Das Phantom trägt immer eine Maske

Ein alter Bekannter des Phantoms und Stammgast der Oper ist der Perser. Er führt die beiden adeligen jungen Männer Raoul und Philippe de Chagny zu den Garderoben der Künstlerinnen, die wie stets belagert sind. Raoul erkennt in Christine Daaé seine Jugendliebe wieder und möchte sie natürlich wiedersehen. Doch er stößt auf ein Rätsel. Erst freut sie sich, dann weist sie ihn ab, aber sie wolle ihm schreiben. Hinter der verschlossenen Tür hört er eine Männerstimme! Christine nennt den Mann ihren „Meister“ und gelobt ihm Treue und Gehorsam. Als sie die Garderobe verlässt, schaut Raoul heimlich hinein: Keiner da. In ihrem Brief vereinbart Christine ein heimliches Treffen auf dem baldigen Maskenball.

Doch ihr Treffen bleibt keineswegs unbemerkt. Eine Gestalt, die als der ⇒Tod auftritt und ganz in Scharlachrot gewandet ist, folgt den beiden Turteltäubchen bis hinauf aufs Dach der Oper. Während sie einander Liebesschwüre zuflüstern, erkennt das Phantom Christines Verrat. Dafür soll sie büßen.

Keller und Tunnel
Alte Keller und Tunnel unter der Oper

Schon in der nächsten Vorstellung der Oper kommt es zu einer Katastrophe. Der Kronleuchter stürzt ins Publikum. Doch von der Panik und den Schreien merkt Christine in ihrer Garderobe anscheinend nichts. Raoul, der zu ihr eilt, merkt verwundert, dass sie durch den ⇒Spiegel verschwindet. Wie seltsam! Doch der Perser und Philippe wissen Rat. Das Phantom habe das Mädchen in die Keller, Tunnel und Katakomben entführt, die den umfangreichen Untergrund der riesigen Oper durchziehen.

Bewaffnet mit Degen und einer einzigen Lampe betreten die drei Männer das Labyrinth des Phantoms. Unterdessen verfolgt der Herrscher dieser Unterwelt seine eigenen Pläne mit seiner schönen Beute…

(Quelle: Buchwurm)

Weitere Informationen

Dieses Hörspiel ist ab 14 Jahren empfohlen.

`Das Phantom der Oper´ setzt die stilvolle Gruselserie fort. Durch eine eindrucksvolle Regie und guten Sprechern gelingt es auch diesmal, die Zuhörer zu fesseln. Die Geschichte entwickelt sich relativ langsam. Der Auftritt des Phantoms tröstet über die anfänglichen Längen hinweg und zieht einen geradezu in die Geschichte.

Torsten Michaelis als Phantom zu lauschen ist ein Hochgenuss. Etwas überzeichnet wirken Joachim Tennstedt und Detlef Bierstedt, die als neue Besitzer etwas zu dick auftragen und unnatürlich wirken, allerdings sind die beiden Nebenfiguren und die gute Leistung der Hauptdarsteller tröstet über dieses kleine Manko hinweg. Last but not least trägt die liebenswerte Art von Marie Bierstedt, als Christine Daaé, viel dazu bei, sich richtig in das Phantom hineinsetzen zu können.

Passende Musikstücke und Geräusche unterstreichen die Atmosphäre.

Die Rollen und ihre Sprecher

Rolle Sprecher/in
Gaston Leroux  Herbert Schäfer 
Madame Giry  Dagmar von Kurmin 
Christine Daaé  Marie Bierstedt 
Das Phantom  Torsten Michaelis 
La Carlotta  Ursula Heyer 
Der Perser  Jürg Löw 
Raoul  Patrick Winczewski 
Philippe  Charles Rettinghaus 
Poligny  Heinz Ostermann 
Moncharmin  Detlef Bierstedt 
Richard  Joachim Tennstedt 
Meg  Heide Jablonka 
Cécile  Evelyn Maron 
Mathilde  Ariane Borbach 
Garderobiere  Dagmar Altrichter 
Daaé  Christian Rode 
Christine als Kind  Charlotte Mertens 
Raoul als Kind  Lucas Mertens 

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