Das Haus, das atmete: Spannende Geschichte (4 Kapitel)

Das Haus

In Das Haus, das atmete erbt Dr. Elias Thorne, ein Wissenschaftler, ein Herrenhaus am Rande der Stadt. Dort geht es nicht mit rechten Dingen zu.

Das Haus, das atmete Kapitel 1

Die ersten Anzeichen des Grauens

Am ersten Abend, als er allein in dem riesigen Haus war, hörte er es zum ersten Mal. Ein leises, tiefes Seufzen, das aus den Wänden zu kommen schien. Er schob es auf alte Rohre, auf den Wind, der durch die undichten Fenster pfiff.

Doch das Seufzen wiederholte sich, rhythmisch und unheimlich, wie ein alter Mensch, der in den ⇒Schlaf glitt. In den folgenden Nächten wurde es schlimmer. Das Gebäude schien zu leben. Er hörte ein leises Knistern und Knarren, nicht das übliche Arbeiten eines alten Hauses, sondern etwas Organisches.

Ein Schlafzimmer
Ein Schlafzimmer mit brennender Nachttischlampe

Kapitel 2

Das pulsierende Geheimnis

Elias begann, schlecht zu schlafen. Er installierte Mikrofone und Bewegungssensoren, um Beweise zu sammeln. Die Aufnahmen waren beunruhigend: Tiefe, resonante Töne, die er nicht identifizieren konnte, und ein pulsierendes Geräusch, das an einen riesigen Herzschlag erinnerte.

Als ein Gewitter tobte, wurde das Atmen des Gemäuers intensiver. Die Wände schienen tatsächlich zu vibrieren.

Ein Korridor
Ein rötlich beleuchteter Flur

Kapitel 3

Die Entdeckung im Keller

Er ging in den Keller. Die Luft war dort noch dicker, der Geruch intensiver, eine Mischung aus Erde, Moder und etwas undefinierbar Fauligem. Das Atmen war hier am deutlichsten zu spüren.

Plötzlich sah er es. In einer Ecke des Kellers, wo das Fundament in den Boden überging, war ein dunkler, feuchter Fleck. Er kniete sich hin und berührte ihn. Der Fleck war warm, fast pulsierend.

Ein Keller
Ein alter Kellerraum

Kapitel 4

Das lebende Haus

In diesem Moment wusste er, dass es keine alte ⇒Legende war. Das Haus lebte. Es atmete, es pulsierte, es war eine riesige, organische Einheit, die aus den Seelen der Toten bestand, die unter ihm begraben waren. Und es hatte ihn hereingelockt, um sich von ihm zu nähren.

Als er fliehen wollte, verschmolz die Tür mit dem Rahmen. Das Haus hielt ihn gefangen.

Die Wände wölbten sich, die Luft wurde dünn, und Elias sank zu Boden. Das letzte, was er hörte, war das tiefe, zufriedene Seufzen des Hauses – es hatte seine neue Nahrung gefunden. Seitdem steht das alte viktorianische Herrenhaus wieder leer.

Doch wer genau hinhört, kann in der Stille der Nacht ein leises, rhythmisches Atmen hören, das aus seinen tiefsten Fundamenten kommt.

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