Das weiße Mädchen von Glencairn: Horror – Story (4 Kapitel)

Das weiße Mädchen von Glencairn
Das weiße Mädchen von Glencairn

In Das weiße Mädchen von Glencairn werden die Bewohner eines Herrenhauses von übernatürlichen Erscheinungen heimgesucht.

Das weiße Mädchen von Glencairn Kapitel 1

Vor über 150 Jahren bewohnte eine ⇒Familie Bushe das Herrenhaus Glencairn. Oberst Bushe kehrte nach langjährigem Dienst nach Irland zurück. Die Ansässigen beteuerten, es sei auf dem alten Landsitz nicht geheuer. Und auch die Bediensteten waren selbst mit gutem Zureden nicht dazu zu bewegen, dort ihre Räumlichkeiten zu beziehen. Sie wohnten lieber im unbequemeren Nebengebäude.

Daher ließ er Oberst Bushe andere Diener kommen, die nichts über die Sache wussten. Doch schon nach wenigen Nächten flüchteten auch sie in die Nebengebäude. Als sich Oberst Bushe nach dem Grund erkundigte, hieß es, die Nachtruhe werde durch unerklärliche Geräusche gestört. Die Bediensteten hatten in den oberen ⇒Zimmern vom Dachboden her Schritte gehört. Ein verängstigter Diener berichtete sogar von einem ⇒weiß gekleideten, durchsichtigen Mädchen, das ihm erschienen war.

Ein Geisterhaus
Ein Haus, in dem es spukt

Kapitel 2

Der Oberst entschloss sich dazu, das Mysterium zu ergründen und bat einen alten Freund um Rat. Mr. Seigne, ein Erfahrener auf dem Gebiet übernatürlicher Erscheinungen wurde umgehend gebeten, das Geisterhaus zu untersuchen. Schon nach wenigen Tagen des Aufenthalts auf Glencairn fuhren er und Oberst Bushe entsetzt aus dem ⇒Schlaf hoch, weil Türen sich öffneten und wieder schlossen und leise Schritte aus den oberen Zimmern zu vernehmen waren. Eine gründliche Observierung aller Räumlichkeiten förderte jedoch nichts zutage, das die Vorgänge hätte erklären können.

Auch Mr. Seigne konnte die Situation nicht ändern, also verließ er Glencairn, und der Oberst schlief nun allein in dem riesigen Herrenhaus. In der Nacht wurde er immer wieder von Schritten aus dem Schlaf gerissen. Eines Tages öffnete sich sogar die Tür zu seinem Schlafzimmer und ein junges Mädchen in weiß trat vor sein Bett.

Ein Dachboden
Ein alter Dachboden

Kapitel 3

Entsetzt stellte er fest, dass sie eine Wunde an der Brust hatte. Dann verschwand sie. Doch er vernahm Schritte, die über die Treppe nach oben zu verschwinden schienen und schließlich das Geräusch auf- und zuschwingender Türen.

Am Morgen inspizierte Oberst Bushe den Dachboden. Er hatte das starke Gefühl, dass dort ein ⇒Geheimnis zu finden sei. Schließlich wurde er fündig. Er entdeckte eine kleine hölzerne Kiste, in der sich neben einem verschlossenen Metallschrein ein Stück Pergament befand. Den alten Worten zufolge sollte sich in dem Schrein das Herz eines Mädchens befinden.

Die Rede war von der Tochter des früheren Eigentümers des Hauses. Nach eingehenden Studien alter Familiendokumente erhellte sich die ⇒Geschichte des Mädchens. Eine Krankheit zwang sie, umherzureisen, um bessere klimatische Bedingungen zu finden.

Eine Schatulle
Eine kleine Schatulle

Kapitel 4

Doch ihr Zustand verschlechterte sich nur. In Rom hatte sie nur noch den Wunsch, heimzureisen, um in Glencairn am Fluss Blackwater sterben zu dürfen. Doch dazu war sie schon zu schwach, und so wurde sie in Rom begraben. Ihr Herz jedoch wurde auf ihren Wunsch entfernt und in einer Schatulle nach Irland gebracht. Anscheinend war das Kästchen anschließend einfach auf dem Dachboden vergessen worden.

Oberst Bushe kontaktierte sofort Mr. Seigne und zusammen öffneten sie das Kästchen. Sie hoben den Deckel und fanden tatsächlich ein kleines menschliches Herz. Es war einbalsamiert und in gelbe Seide gewickelt. Das Herz wurde in einem abgelegenen stillen Teil des riesigen Anwesens begraben.

Von dieser Zeit an hörte der ⇒Spuk auf. Das Mädchen hatte endlich seine Ruhe gefunden.

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