Berge des Wahnsinns: Hörspiel (Gruselkabinett 44 und 45)

Das Grusel-Hörspiel "Berge des Wahnsinns"
Das Grusel-Hörspiel "Berge des Wahnsinns"

In „Berge des Wahnsinns“ stößt eine Antarktis-Expedition auf die Ruinen einer Millionen Jahre alten, außerirdischen Zivilisation.

Hier kommt der 1. Teil des Hörspiels, viel Spaß:

Und der 2. Teil:

Dieses ⇒Hörspiel ist 2010 nach einer ⇒Geschichte von ⇒Howard Phillips Lovecraft in der ⇒Gruselkabinett – Reihe erschienen.

Berge des Wahnsinns: Die Handlung

Prolog

Brüllen und Knurren hallen durch die Höhle, in der Larry Danforth dem Monster zu entkommen versucht. Zum Glück erwacht er rechtzeitig, bevor es ihn erwischt. Er will nur noch vergessen, was er allnächtlich in seinen Träumen erlebt – was ihm damals in der Antarktis widerfahren ist …

Haupthandlung

Danforth besucht wieder mal übernächtigt seinen Arbeitgeber Professor William Dyer und äußert seine Zweifel. Soll er weiterhin verschweigen, welche Gefahr in der Antarktis auf die Menschheit lauert? Dyer besteht auf Diskretion, denn er mal Danforth aus, dass er wegen des öffentlichen Aufschreis des Unglaubens keinerlei Karriere mehr zu erwarten hätte. Eine weitere Expedition will zur Antarktis aufbrechen – sollte man sie nicht warnen? Auch dies lehnt Dyer ab. Diese Expedition käme sowieso nicht zustande.

Nachdem Danforth gegangen ist, seufzt Dyer schwer. Auch er hat die Last der Erinnerungen an ihre gemeinsame Expedition anno 1930/31 zu tragen. Unwillkürlich schweift sein geistiger Blick zurück zum Januar 1930, als alles begann…

Die Antarktis
Ein Bild der Antarktis

Dyers Expedition

Zweck von Dyers Expedition sollen die allerersten Bohrungen im Boden des antarktischen Kontinents sein, der, wie man inzwischen weiß, etliche Überraschungen bereithält. Als Geologe ist Dyer dafür gewappnet, doch die Technik muss jemand anders liefern: Professor Pabodie von den Ingenieuren an der Miskatonic University zu Arkham steuert ein neuartiges, zerlegbares Bohrgerät bei. Außerdem sollen fünf Dornier-Flugzeuge helfen, das Bohrgerät, die Mannschaften, die Schlittenhunde, Ausrüstung und Proviant ins Innere des Kontinents zu transportieren.

Pabodie empfiehlt, den Meteorologen Prof. Atwood mitzunehmen. Kapitän Douglas werden zwei Schiffe kommandieren, um alles ans andere Ende der Welt zu schaffen. Spätestens im September müssen sie in See stechen, um den Sommer auf der Südhalbkugel ausnutzen zu können.

Auf der Seite der Finanzierung kann Dyer seinem Kollegen eine gute Nachricht mitteilen: alles paletti! Die Stiftung von Nathaniel Derby-Pickman übernimmt die Kosten. Unerwartet gibt es von dieser Seite eine unangenehme Überraschung: Dr. Leni Lake ist die Tochter des Stiftungsleiters und besteht darauf, mit ihrer Assistentin Lesli Carroll mitzukommen. Alles Sträuben der alten Herrschaften nützt ihnen nichts – Leni sitzt am längeren Hebel.

Mehrere Eisberge
Eisberge bei Nacht

Auf dem Südkontinent

Über Panama und Samoa führt die Route zum Ross-Schelfeis. Nachdem am 20. Oktober der Polarkreis überschritten worden ist, erreichen die beiden Schiffe sechs Tage später die erste Bucht voller Eisberge – und das Packeis. Im McMurdo-Sund gehen sie vor den furchteinflößenden Vulkanen Mt. Erebus und Terror vor Anker. Larry Danforth vermeint ein sonderbares Pfeifen zu hören, das sich mit dem Wind vermischt, der von den Perry-Bergen herunterbläst. Eine Luftspiegelung gaukelt ihm emporragende Burgen auf diesen steilen Höhen vor. Alle frieren, doch Danforth, der sich in Leslie Carroll verliebt hat, kann wenigstens das Herz der schönen Assistentin wärmen.

Rund vier Wochen später startet Dr. Leni Lake zum ersten Flug ins Landesinnere, um an geeigneter Stelle ein Lager zu errichten. Und damit beginnt das Unheil. Denn Lake, Atwood und ihr Team senden Funksprüche, die immer seltsamer und beängstigender für Danforth werden – er fürchtet bald schon um das Leben einer Freundin. Erst werden ein neues Hochgebirge und dann ein dreieckiger Fußabdruck entdeckt, der über 30 Zentimeter lang ist. Was noch merkwürdiger ist: Sie sind über 500 Mio. Jahre alt, also präkambrisch! Doch damals gab es noch keinerelei höheres Leben auf der kahlen Erde. Skelettfunde sind wie von einem Werkzeug beschädigt, und Specksteinfunde sind eindeutig bearbeitet worden – alles Zeichen einer Zivilisation …

Der besorgte Dyer gibt Lake und Atwood maximal drei Wochen Zeit, um dem Rätsel auf den Grund zu gehen. Doch nach der Entdeckung von 14 seltsamen Tonnen in einer Gletscherhöhle und deren Auftauen brechen die Funksprüche Lakes ab – unter Hilfeschreien voll Angst und Schrecken…

Eine Eishöhle
Eine Eishöhle bei Nacht

Im eisigen Hochland der Antarktis muss sich ein Drama abgespielt haben, wissen Larry Danforth und die Professoren Dyer und Pabodie, die im Basislager zurückgeblieben sind. Die abgebrochenen Funksprüche von Dr. Leni Lake endeten in Hilfeschreien der Angst und des Entsetzens. Doch was mag ihnen widerfahren sein?

Das zweite Lager

Um dies zu erfahren, fliegen die drei zusammen mit ihren Helfern auf das Hochplateau des zweiten Lagers. Was sie vorfinden, lässt ihnen das ⇒Blut in den Adern stocken: Zerfetzte Zelte und überall Skelette, fein säuberlich abgenagt – nicht nur die Hunde, sondern auch die Menschen. Als sie bewaffnet in das Zelt von Dr. Lake treten, stoßen sie auf zwei Leichen, die eine männlich, die andere weiblich. Danforth atmet auf: Es ist handelt sich nicht um die von Leslie Carroll, sondern um die von Dr. Lake. Daneben liegt Prof. Atwood. Doch wo sind Carroll und der junge Galtney abgeblieben? Keinerlei Schlittenspuren weisen den ⇒Weg.

Nachdem Dyer die Aufzeichnungen der Biologin mit einem Schaudern gelesen hat, bestattet er zusammen mit Pabodie die Leichen und Skelette. Merkwürdig: Alle Instrumente, Bücher, ⇒Zelte, Hundefelle usw. sind verschwunden. Salz wurde von den Unbekannten zum Pökeln verwendet, und Streichhölzer abgebrannt. Als wären Versuche angestellt worden. Um mehr zu erfahren, erkunden Dyer und Danforth das nahe Gebirge aus der ⇒Luft.

Ein Gebirge
Eine verschneite Berglandschaft

Ins Gebirge

Doch als sie den Pass, der ihnen Zutritt zur Hochebene jenseits des Gebirges gewähren soll, anfliegen, gerät das Flugzeug, das Danforth steuert, in einen Sog, der droht, es an den Felsen links und rechts zerschellen zu lassen. Jenseits des Gebirgskamms kommt eine ⇒Stadt in Sicht. Die quadratischen und fünfeckigen Konstruktionen sind ebenso unverkennbar wie die röhrenartigen Verbindungen zwischen den Gebäuden. Wer hat dieses Metropolis erbaut – und dann wieder verlassen?

Die verlassene Stadt

Auch hier findet sich die Fünfer-Symmetrie wieder, von der Dr. Lake sprach und die sie im Lager wiederfanden: Specksteine. Als Danforth ein unheimliches Pfeifen hört, betreten sie eine große Halle, die in einem Gang zu einem Komplex von Gängen weiterführt. Alle sind mit Friesen bedeckt, die die ⇒Geschichte der untergegangenen Zivilisation erzählen: Geflügelte Wesen kamen von den Sternen und züchteten alles irdische Leben heran, darunter auch jene Sklaven, mit denen sie die großen Bauten und Städte errichteten. Zu jener Zeit war die Antarktis noch mit einem tropischen Klima gesegnet. Doch die Sklaven erhoben sich wider ihre Herren, was zum Untergang der Errungenschaften und der Erbauung einer neuen Stadt unter dem Meer führte.

Ruinen und Steine
Eine verlassene alte Stadt

Grollen aus der Tiefe

Gerade als Dyer den Verbindungsstollen zwischen der alten und der neuen Stadt betreten will, hört Danforth das Pfeifen wieder und erschnuppert einen ekelhaften Gestank. Auf dem Boden entdeckt er eine Schleifspur und riecht Benzin – Leslie und Galtney müssen nahe sein! Doch auf Danforths Rufen folgt keine Antwort. Es müssen doch alle acht überlebenden Fremdwesen hier irgendwo zu finden sein.

Doch nachdem sie entsetzt die Leichen von Leslie und Galtney gefunden haben, stoßen sie voll ⇒Grauen auf vier Kadaver der Fremdwesen – was mag sie getötet haben? Da hören sie in unheilvolles Grollen aus der Tiefe, und als sich der ekelhafte Gestank verstärkt, wenden sie sich zur Flucht. Doch können sie aus diesem Labyrinth rechtzeitig herausfinden, bevor sie der unbekannte Schrecken erwischt?

(Quelle: Buchwurm)

Weitere Informationen

Dieses Hörspiel ist ab 14 Jahren empfohlen.

Ein Highlight ist ganz klar Reiner Schöne, der als Ich-Erzähler durch die Handlung führt. Bettina Weiß und Annina Braunmiller müssen sich allerdings nicht verstecken, auch ihre Leistung ist durchweg hervorragend. Die Besetzung ist diesmal sehr überschaubar, doch die dichte Atmosphäre ist von Anfang bis Ende spürbar.

Die Rollen und ihre Sprecher

Rolle Sprecher/in
Prof. William Dyer Reiner Schöne
Larry Danforth Jan Panczak / Jan Makino
Dr. Leni Lake Bettina Weiß
Leslie Carroll Annina Braunmiller-Jest
Prof. Frank H. Pabodie Eckart Dux
Prof. Atwood Alexander Turrek
Erzähler / Einleitung Joachim Tennstedt

Nach oben scrollen